Am 4. Juni eröffnet Bio-Frischemarkt am Nordbahnhof

Marktbetreiberin Brigitta Voigts und Händler Dieter Hippmann, der mit seiner Espresso-Bar dabei ist, auf der Fläche des Ökomarktes. (Foto: Dirk Jericho)

Mitte. Die Tausenden Büroarbeiter in den zahlreichen Gebäuden rund um den Nordbahnhof sowie die Bewohner des sogenannten Romantikkiezes haben einen neuen Ort, um in der Mittagspause etwas Leckeres zu essen und Frischeprodukte einzukaufen.

Dass der Ökomarkt laufen wird, davon ist Betreiberin Brigitta Voigt felsenfest überzeugt. Trotz der nervigen Dauerbaustelle in der Invalidenstraße ist der Elisabeth-Schwarzhaupt-Platz am Nordbahnhof strategisch gut gelegen. Direkt auf dem Platz arbeiten 1400 Bahn-Angestellte, die sich bestimmt über Pizza aus dem Lehmofen, Crepes oder Galettes freuen. "Viele gehen bisher in der Mittagspause zum Bäckerladen auf dem Platz", hat Voigt recherchiert. Weitere 2000 Bahn-Mitarbeiter gibt es in den DB-Häusern dahinter, dazu die Zentralen des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung und von Vattenfall sowie die Firmen in den Edison-Höfen. Und auch der BND mit seinen zukünftig 4000 Agenten in der Chausseestraße ist gleich um die Ecke. Der Nordbahnhof mit Straßenbahn und Bushaltestellen ist ebenfalls ein belebter Umsteigeplatz.

Voigt will vorerst mit 16 Ständen starten. Die meisten Händler kommen vom Hansaplatz nach Mitte. Dort betreibt Brigitta Voigt ebenfalls seit drei Jahren einen Ökomarkt. Die Bioprodukte kommen zumeist von lokalen Erzeugern. Ein Bauer aus der Ostprignitz verkauft zum Bespiel Wildfleisch. "Alle Lebensmittel auf dem Markt sind aus kontrolliert biologischem Anbau", sagt Voigt. Es gibt Obst und Gemüse, Käse, Eier, Fleisch und Wurst, Brot, ayurvedische Feinkost und vieles mehr. Im Angebot sind außerdem Blumen, handgefertigte Seifen oder Kindersachen, antiquarische Bücher oder Kunsthandwerk aus Peru, Kolumbien und Afrika.

Brigitta Voigts will schon länger einen weiteren Ökomarkt in Mitte betreiben. Ihr Wunsch, auf dem Dorothea-Schlegel-Platz am S-Bahnhof Friedrichstraße einen Ökomarkt zu machen, hat das Bezirksamt abgelehnt. Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) will den Platz als Ausweichfläche für Veranstaltungen freihalten. Die BVV will dennoch einen Ökomarkt am Bahnhof Friedrichstraße. Vor allem die SPD macht sich dafür stark. Das Bezirksamt lässt derzeit prüfen, unter welchen Bedingungen doch noch ein Wochenmarkt auf dem Dorothea-Schlegel-Platz stattfinden kann. Sollte sich die Behörde dafür entscheiden, soll ein Interessenbekundungverfahren gestartet werden.

Der Ökomarkt am Nordbahnhof wird am 4. Juni um 11 Uhr eröffnet. Die Stände stehen immer mittwochs von 11 bis 18 Uhr.


Dirk Jericho / DJ
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