Anschlag auf Hegel-Denkmal am Hegelplatz

Mitte. Eine Spaßguerilla treibt jetzt auch ihr Unwesen in Mitte. Steckt Feierabendgaudi oder eine Kunstaktion dahinter?

Nach den Spätzleattacken und Straßenschildschmierereien einer selbsternannten Guerillatruppe "Free Schwabylon!" in Prenzlauer Berg, die im Januar die Käthe-Kollwitz-Statue mit Spätzle verunstaltet und alle Nicht-Schwaben zum Verlassen des Bezirkes aufgefordert haben, schlagen die Berliner zurück. Preußische Partisanen haben einen Lebensmittelanschlag auf das Hegel-Denkmal an der Dorotheenstraße verübt und den Philosophen mit Ketchuppampe beschmiert. "Wir haben die Büste des schwäbischen Philosophen G.W.F. Hegel (1770-1831) mit Currywurst beschmiert, um ein Zeichen gegen Schwaben in Berlin zu setzen", heißt es bei der sogenannten Initiative "Schwaben ausbürgern!".

Erst vor kurzem hatten die Berliner Separatisten Sprüche wie "Kauft nicht bei Schwab’n" in Prenzlauer Berg gesprüht und mit dem Spruch aus der Zeit der Judenverfolgung durch die Nazis provoziert. Nach Hegels-Hackfleischdeko erklären die Aktivisten, was sie ihrerseits im Schwaben-Berlin-Krieg fordern. "Schwaben müssen ihre bisherigen Wohnungen in Prenzlauer Berg, Mitte, Schöneberg, Friedenau etc. verlassen", heißt es auf einem Weblog.

Da die Weblogs der Schwabenhasser und Schwabylonier allerdings sehr ähneln, auf der gleichen Plattform laufen, die gleiche Schrift verwenden, die Bekennerschreiben im gleichen Spaßmodus verfasst sind und die eingesetzten Waffen immer essbar sind, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um die gleichen Leute handelt.


Dirk Jericho / DJ
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