Ausstellung zu Farbfilmkonzepten im Deutschen Museum

Mitte. Vom 4. Februar bis zum 30. März wird die Filmreihe "DEFA in Farbe" gezeigt.

Die Kuratoren der Retrospektive Ralf Forster und Ralf Schenk beschäftigen sich mit der Farbgestaltung in Filmen der DEFA. Von der Röte des Rots von Antifaschismus und Widerstand bis hin zum Revuefilm in bester Hollywood-Farbfilm-Manier sei die facetten- und ideenreicher als gemeinhin angenommen, heißt es zur Ausstellung. Die Retrospektive "DEFA in Farbe" bringt Spiel- und Dokumentarfilme, Animations-, Image- und Lehrfilme von den Anfängen bis zum Ende der DEFA zusammen und lädt zu einer Passage durch die DEFA-Farbfilmkonzepte ein.

Neben Klassikern wie den beiden ersten DEFA-Farbfilmen "Das kalte Herz" (1950) und "Frauenschicksale" (1952) oder Frank Beyers "Jakob der Lügner" (1975), "Die Frau und der Fremde (1985) und Kurt Maetzigs zweiteiligem Thälmann-Epos (1954/55) stellt "DEFA in Farbe" Filme vor, die als prägnante Ausnahmen oder Kuriosa in die Filmgeschichte eingegangen sind: Als Pop art made in Babelsberg lässt sich der Eröffnungsfilm "Du und ich und Klein-Paris" (1971) bezeichnen; "Revue um Mitternacht" (1962) schwelgt geradezu in seinen Farben. Der Film "Spielbank-Affäre" (1957) durfte nur im Ausland in Farbe gezeigt werden; das DDR-Publikum bekam ihn in schwarzweiß zu sehen, weil der Westen in viel zu leuchtenden Farben dargestellt sei, hieß es damals.

Die Filmreihe "DEFA in Farbe" im Zeughauskino begleitet die Ausstellung "Farbe für die Republik. Auftragsfotografie vom Leben in der DDR", die ab 21. März im Deutschen Historischen Museum, Unter den Linden 2, zu sehen ist. Infos und Programm unter www.dhm.de/kino/DEFAfarbe.html.


Dirk Jericho / DJ
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