Berliner Trabrennfahrer Thorsten Tietz kurz vor sensationellem Sieg

Thorsten Tietz im Sulky. (Foto: Lingk)

Berlin. Noch vor einigen Monaten kannten ihn nur Rennsport-Insider. Das hat sich geändert: Der Berliner Sulkyfahrer Thorsten Tietz ist auf den deutschen Trabrennbahnen zum Seriensieger und Thema Nummer eins geworden.

Seine Fans in Mariendorf und Karlshorst haben ihm sogar einen Spitznamen verpasst - sie nennen den Sportler liebevoll "Turbo-Thorsten" und liegen damit goldrichtig. Denn der 35-Jährige ist mit seinen Pferden tatsächlich wie ein Torpedo an die Spitze der Bestenliste gestürmt.Nur noch wenige Tage trennen den Sulkyfahrer, der mit seiner ebenfalls im Trabersport aktiven Lebensgefährtin Sarah Kube (28) in der Prühßstraße und damit in unmittelbarer Nachbarschaft der Mariendorfer Trabrennbahn wohnt, von einer absoluten Sensation. Denn keiner seiner Gegner hat in Deutschland in dieser Saison mehr Rennen gewonnen als er. Falls Tietz die Spitze bis zum Stichtag 31. Dezember nicht mehr abgibt, bedeutet dies den ersten Berliner Titelgewinn seit 54 Jahren. So lange ist ein Heimsieg nämlich schon her. 1958 hatte die heute 87 Jahre alte Sportlerlegende Gerhard Krüger das Championat letztmals an die Spree geholt. Thorsten Tietz ist fest entschlossen, den Triumph nicht mehr aus den Händen zu geben. "Wenn man so weit gekommen ist, dann muss man das Ding auch bis zu Ende durchziehen", sagt er. Um Roland Hülskath (37) aus Mönchengladbach - seinen einzigen ernsthaften Verfolger beim Kampf um die Meisterschaft - weiterhin in Schach zu halten, lässt er sogar die Feiertage ausfallen und tritt stattdessen an jedem der verbleibenden elf Saisonrenntage bundesweit mit seinen Pferden an.

Drei davon finden in Berlin statt: Auf der Trabrennbahn Karlshorst, Treskowallee 129, am 21. Dezember 17 Uhr, in Mariendorf, Mariendorfer Damm 222, am 23. Dezember 13.30 Uhr und am 28. Dezember 16.30 Uhr.

"Falls es mit dem Titel klappt, möchte ich ihn meinem Vater und meiner Mutter widmen. Ohne ihre Liebe und ihre Unterstützung wäre ich nie da, wo ich jetzt bin", sagt Tietz.


Heiko Lingk / Heiko Lingk
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