Bierbikes dürfen nur noch auf Nebenstraßen fahren

Mitte. Der Bezirk lässt die sogenannten Bierbikes nicht mehr auf Hauptstraßen rollen. Mit der eingeschränkten Sondernutzung nutzt der Bezirk wegen fehlender einheitlicher Regelung in Berlin ein Hintertürchen.

Genervte Autofahrer kennen das: Vor einem zuckelt ein rollender Tresen im Schritttempo dahin, man kann nicht überholen, und die feiernden Passagiere auf dem Trinkgefährt prosten einem auch noch grölend mit vollen Biergläsern zu. Damit ist in Mitte jetzt Schluss, zumindest auf den Hauptstraßen. Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) hat Ende Dezember entschieden, die rollenden Biertheken nur noch auf Nebenstraßen zu genehmigen. Damit sollen die historische Mitte und das Regierungsviertel geschützt werden. Tabu sind zum Beispiel die Straßen rund um den Alexanderplatz oder ums Brandenburger Tor, der Boulevard Unter den Linden, Friedrichstraße, Gendarmenmarkt, Leipziger Straße oder Potsdamer Platz, aber auch Hauptstraßen in Wedding wie zum Beispiel Müller- oder Seestraße.

"Das wurde auch langsam Zeit", sagt Stefan Draeger von der SPD-Fraktion. Der Bezirksverordnete fordert seit über zwei Jahren ein Bierbikeverbot. Die "Ballermannisierung" im Bezirk werde durch Spalleks Entscheidung nun zumindest gebremst, freut sich Draeger. Für die Bierbikes wollte Spallek eine berlinweit einheitliche Regelung. Weil es diese bisher nicht gibt, hat der Bezirk jetzt die Sondernutzung entsprechend eingeschränkt.


Dirk Jericho / DJ
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