Bund und Land gründen Institut für Gesundheitsforschung

Mitte. Die Charité und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) kooperieren. Wissenschaftler der Grundlagenforschung und Mediziner in der Klinik arbeiten im neuen Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) Hand in Hand.

Forschung und Praxis sollen enger miteinander verzahnt werden. Durch die Kooperation und den fachübergreifenden Ansatz können Krankheitsprozesse in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, um neue Therapien zu entwickeln. Medizinische Forschungsergebnisse kommen den Patienten schneller zugute. Das BIG soll auch eine gute Adresse bei der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses sein. Die Studenten können ihre Forschungsarbeit mit der medizinischen Praxis verknüpfen. Das neue Forschungsinstitut soll Berlin in die weltweite Topliga medizinischer Spitzenforschung katapultieren und Anziehungspunkt für Experten aus aller Welt werden. "Mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung schaffen wir einen Leuchtturm und schlagen ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf", sagt Bundesforschungsministerin Annette Schavan.

Das BIG wird zu 90 Prozent vom Bund finanziert, zehn Prozent trägt Berlin. Bis 2018 fließen über 300 Millionen Euro in die Einrichtung. Dazu kommen 40 Millionen Euro der BMW-Erbin Johanna Quandt. Die 86-Jährige ist Mitbegründerin der Charité-Stiftung und gebürtige Berlinerin.


Dirk Jericho / DJ
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