Die 9. Berliner Stiftungswoche informiert über ehrenamtliches Engagement

Jürgen Grenz hat mit der Stiftung GuteTat.de eine erfolgreiche Vermittlungsbörse für ehrenamtliche Tätigkeiten ins Leben gerufen. Auch sie ist in der Stiftungswoche mit dabei. (Foto: Michael Vogt)
 
Daniela Schadt ist Schirmherrin der 9. Berliner Stiftungswoche. (Foto: DKJS / Dariusz Misztal)
Berlin: GuteTat.de |

Der April ist eine Zeit für Engel. Denn vom 17. bis 27. April zeigt die 9. Berliner Stiftungswoche zahlreiche Beispiele dafür, was diese Gesellschaft trotz aller Widersprüche zusammenhält: freiwilliges Engagement und gelebte Solidarität.

Unter der Schirmherrschaft von Daniela Schadt, Journalistin und Lebenspartnerin des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, stellen mehr als 100 Stiftungen sich und ihre aktuellen Projekte vor. Eine davon ist die Stiftung GuteTat.de, die den Mythos Engel zum Bestandteil ihres Konzepts gemacht hat. Engel auf Erden zu finden – an sich eine große Herausforderung – ist für diese Stiftung längst zum Alltag geworden.

Mit der Bezeichnung der himmlischen Helfer sind ehrenamtliche Mitarbeiter gemeint, die sich zeitlich befristet engagieren wollen und über das stiftungseigene Internetportal vermittelt werden. „Die erste Idee kam mir vor vielen Jahren bei der Arbeit an einem Jobbörsen-Programm“, sagt Stiftungsgründer Jürgen Grenz. Der 57-jährige Betriebswirt und Inhaber einer eigenen Firma übertrug damals das Prinzip eines Vermittlungsportals auf den Bereich ehrenamtlicher Tätigkeiten – mit Erfolg. Im Jahre 2000 ging GuteTat.de online, ein Jahr später wurde es auf der IFA vorgestellt und bis heute mehrfach ausgezeichnet.

Neben Berlin kamen als feste Niederlassungen München und Hamburg hinzu. In diesen Städten koordinieren kleine Teams, teils festangestellt, teils ehrenamtlich, die zahlreichen Projekte. „Zurzeit haben wir rund 13 000 Personen in der Datenbank erfasst, dem gegenüber stehen momentan 500 Tätigkeiten, hauptsächlich im sozialen Bereich“, erklärt Jürgen Grenz.

„Das Angebot reicht vom Vorlesen für Sehbehinderte über Deutsch-Nachhilfe für Schüler bis zur Freizeitgestaltung mit Heimkindern.“ Den großen Anklang sieht Jürgen Grenz in der Kürze und Flexibilität der vermittelten Tätigkeiten begründet: „Das System kommt ursprünglich aus den USA und trifft den Zeitgeist. Regelmäßige Tätigkeiten sind oft zeitaufwendig, dagegen können ein paar Stunden, ein Nachmittag oder ein Wochenende eher erübrigt werden.“ Das Alter der Helfer reicht dabei von 15 bis 92 Jahre, im Durchschnitt ist ein „Engel“ 37 Jahre alt.

Ein gutes Zeichen für Jürgen Grenz: „Es sind nicht nur Rentner mit viel Zeit, sondern auch Menschen mittleren Alters und Studenten, die zunehmend gesellschaftlich aktiv werden.“ Genau das ist auch ein Anliegen von immer mehr Unternehmen. Entsprechend hat die Stiftung GuteTat.de ihr Leistungsspektrum ausgeweitet. Mittlerweile werden Unternehmen zu den Möglichkeiten sozialen Engagements beraten, Mitarbeiter mit speziellen Fähigkeiten in soziale Projekte vermittelt. Ausführlich vorstellen wird Jürgen Grenz seine Stiftung am 26. April um 17 Uhr in der Räumen der Stiftung Gute-Tat in der Zinnowitzer Straße 1. Sein Thema: „Jeder kann helfen – Ungenutzte Potenziale zum Wohle der Gesellschaft nutzen.“

Einen Überblick über alle Veranstaltungen der 9. Berliner Stiftungswoche gibt es auf www.berlinerstiftungswoche.eu. Die Teilnahme ist gratis, mitunter ist eine Anmeldungen notwendig.
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