"Eine ganz normale Familie": neue Komödie am Ku’damm

Lucas Reiber, Mirko Lang und Sandro Lohmann in "Eine ganz normale Familie" im Theater am Kurfürstendamm. (Foto: Wecker)

Charlottenburg. Eine verrückte Familie und eine herzlose Großmutter: genug Stoff für "Eine ganz normale Familie", das neue Stück im Theater am Kurfürstendamm.

1942 in der amerikanischen Kleinstadt Yonkers: willkommen bei den Kurnitz’. Jay (Lucas Reiber) und sein Bruder Arty (Sandro Lohmann) haben ein schweres Los gezogen. Ihre Mutter ist gerade gestorben und ihr Vater Eddi (Urs Fabian Winiger) ist verschuldet. Um die Schulden zu tilgen, muss Eddi für ein Jahr in den Südstaaten arbeiten. Als wäre das nicht schon genug, schickt er Jay und Arty für die Zeit zu ihrer verhassten Großmutter (Peggy Lukac). Es beginnen zwölf harte Monate der Tyrannei.Oma Kurnitz ist das herzlose Oberhaupt der jüdischen Familie und lebt ihr Motto "Man kann in dieser Welt nicht überleben, wenn man nicht hart wie Stahl ist." Entsprechend sonderbar haben sich auch ihre Kinder entwickelt. Zwei sind bereits tot, Tante Bella (Chiara Schoras) ist im Kopf ein Kind geblieben und Tante Gert (Marie Schöneburg) leidet an Atemproblemen, sobald sie das Elternhaus betritt. Einzig Onkel Loui (Mirko Lang) beweist vermeintliche Härte als Vorstadtmafiosi.

Nicht wirklich überraschend, aber dennoch humorvoll nimmt die Handlung eine glückliche Wendung. Mit all ihren Launen und Eigenarten wachsen Großmutter, Tante Bella und Onkel Loui den zwei Brüdern Jay und Arty ans Herz. Und schließlich wird auch die Wohnung der Großmutter zu einer neuen Heimat für die beiden Jungen.

Nach "Männerhort" und "4 nach 40" präsentiert Regisseur Andreas Schmidt mit "Eine ganz normale Familie" erneut eine lustige, aber auch tiefgründige Komödie. Auch bei seiner vierten Produktion hat sich Schmidt mit Chiara Schoras, Peggy Lukac und Mirko Lang wieder namhafte Schauspieler auf die Bühne geholt. Besonders aber Peggy Lukac und Lucas Reiber überzeugen in ihren Rollen als Großmutter und Enkel Jay.

Das Stück läuft noch bis zum 28. April im Theater am Kurfürstendamm. Weitere Infos und Karten unter 88 59 11 88 sowie unter www.komoedie-berlin.de

Sven Foligowski / sf
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