FDP-Politiker bringt Schließung des Tierparks ins Gespräch

Friedrichsfelde. Auf der Suche nach neuen Einsparmöglichkeiten in der klammen Hauptstadt, haben die Politiker nun auch den Tierpark entdeckt. Denn im Gegensatz zum Zoo macht dieser Verluste.

Die Umsatzerlöse des Tierparks in Friedrichsfelde verzeichneten 2012 ein Minus von vier Prozent, der Zoo legte dagegen um 1,7 Prozent zu. Den Tierpark besuchten über eine Million Menschen, den zentral gelegenen Zoologischen Garten und das Aquarium sahen sich fast dreimal so viele an. Und während dieser sich finanziell selbst trägt, muss der Tierpark vom Land unterstützt werden – im laufenden Jahr mit 6,27 Millionen Euro. Der Vorstand der Zoologischer Garten Berlin AG arbeitet am Masterplan „Tierpark 2020+“, um Tierpark und Zoo attraktiver zu machen. Bislang existiert aber nur eine Ideensammlung. Während die einen planen, beklagen die anderen, dass sich der Tierpark nicht lohnt. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann hatte kürzlich sogar gefordert, den Tierpark zu schließen. Nun ist eine Diskussion entbrannt, ob Berlin wirklich zwei Zoos braucht.
Thomas Ziolko, der Vorsitzende des Fördervereins der beiden Berliner Zoos, nimmt diesen Vorstoß nicht so ernst. Statt einer Debatte, ob der Tierpark überflüssig ist, brauche der größte Landschaftszoo Europas endlich ein Konzept, damit die Umsätze wieder steigen. „Der Tierpark muss sich neue Attraktionen überlegen und zusätzlich zu den Fördergeldern Sponsoren suchen“, sagt Thomas Ziolko. Berlin braucht seiner Ansicht nach Tierpark und Zoo. „Beide ergänzen sich, der Zoo wird vorwiegend von Touristen genutzt und der Tierpark von Berlinern.“


Jana Tashina Wörrle / jtw
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