Fernsehturm bekommt neue Aufzüge mit Glasdach

Im Fernsehturm werden lässt die Telekom in diesem Frühjahr die Aufzüge erneuern. (Foto: Dirk Jericho)

Mitte. Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), Eigentümer von Deutschlands berühmteste Antenne, lässt derzeit die Schnellaufzüge im Fernsehturm erneuern.

In vier Wochen, wenn der erste der zwei neuen Highspeed-Aufzüge wieder nach oben düst, werden die Passagiere ihren Kopf in den Nacken legen und die Fahrt durch Deutschlands längsten Fahrstuhlschacht noch beeindruckender erleben. Die neuen Kabinen, die derzeit eingebaut werden, bekommen ein Glasach. Strahler an den Seiten des Aufzugs leuchten während der 40-sekündigen Fahrt nach oben in die dunkle Betonröhre. Wie eine Autofahrt durch einen dunklen Tunnel, nur senkrecht - so in etwa wird sich der Blitzaufstieg anfühlen. Einen Glasboden hingegen werden die Kabinen nicht bekommen. Da hört der Spaß für die meisten wohl auf. Nur für Schwindelfreie wäre die Abfahrt so ein weiterer Adrenalinkick.

Die zwei Aufzüge fahren sechs Meter pro Sekunde bis zur Aussichtsetage in 203 Meter Höhe. 33 Meter höher direkt am oberen Rand der Fernsehturmkugel arbeiten derzeit Techniker der Firma ThyssenKrupp im Betriebsraum des Fahrstuhlschachtes und wechseln Antriebe, Elektromotoren, Stahlseile und Steuerungstechnik aus. Zum Schluss wird unten die neue Glasdachkabine mit dem Gegengewicht angehängt. Wenn der neue Aufzug mit Blick in den Senkrechttunnel zirka Mitte März erstmals startet, wird der linke Aufzug für vier Wochen stillgelegt und ebenso erneuert. Derzeit ist nur ein Fahrstuhl in Betrieb. Die Schnellaufzüge haben bereits 18 Jahre auf dem Buckel und waren immer reparaturanfälliger. Um die ständig steigenden Wartungskosten zu senken, hat sich die Telekom entscheiden, die Aufzüge komplett zu erneuern, wie Telekom-Sprecher Georg von Wagner sagte. Der Fahrstuhlschacht wird bei der Renovierung nicht angefasst. Die Betonröhre bis zum 200 Meter höheren Ausstieg mit weiteren Strahlern auszuleuchten, wäre viel zu teuer gewesen, so von Wagner. Er betonte, dass die neuen Elektromotoren 40 Prozent weniger Strom verbrauchen. Zu den Kosten der Fahrstuhl-Sanierung wollte er sich nicht äußern.


Dirk Jericho / DJ
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