Grundsteinlegung für das Berliner Schloss im Mai

War über drei Jahre lang ein beliebter Ort zum Ausspannen. Jetzt kommt die Palastwiese weg. (Foto: Dirk Jericho)

Mitte. Nach über drei Jahren wird die Wiese auf der Fläche des abgerissenen Palastes der Republik wieder abgebaut.

Studenten liegen im Gras und lesen, Touristen verschnaufen im Grünen und bestaunen die brodelnde Stadt aus sicherer Entfernung, Kinder spielen Ball und schlagen Purzelbäume: Die Palastwiese am Spreeufer war drei Jahre lang ein Eldorado im Großstadtdschungel. Rundherum lärmen die Maschinen auf den zahlreichen Baustellen. Jetzt wird auch die Rasenfläche zwischen Unter den Linden, Werderschen Markt und Spree, die nach dem Palastabriss im Juli 2009 eröffnet wurde, zum Bauloch. Bis Mitte Januar werden die Holzstege und Sitzstufen abgebaut und der Rasen wieder eingerollt. Denn im Mai wird der Grundstein für das Humboldt-Forum gelegt, das hier in den kommenden sieben Jahren gebaut wird.

Erste Gründungsarbeiten für die Herstellung der Baugrube wurden bereits im vergangenen Sommer durch Bauminister Peter Ramsauer, Kulturstaatsminister Bernd Neumann, den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und den Architekten Franco Stella gestartet.

Der Schlossnachbau mit drei barocken und einer modernen Fassade soll 590 Millionen Euro kosten. Das Humboldt-Forum ist Deutschlands größte Kulturbaustelle. Hauptnutzer sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren Sammlungen außereuropäischer Kunst, die Humboldt-Universität und die Zentral- und Landesbibliothek. Der Steg entlang Spree bleibt während der Bauzeit des Humboldt-Forums als durchgängige Nord-Süd-Verbindung für Fußgänger weitgehend erhalten.


Dirk Jericho / DJ
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