Initiatoren präsentieren Projekt "Flussbad Berlin"

Baden am Lustgarten und vor dem Schlossplatz. Der Kupfergraben soll zum Schwimmbecken mit ökologisch geklärtem Wasser werden. (Foto: Flussbad Berlin e.V.)

Mitte. Am 27. März will der Erfinder und Initiator des Schwimmbeckens im Kupfergraben mitten in der City, der Architekt Tim Edler, seine Vision vom "Flussbad Berlin" vorstellen.

Breite Treppen am Lustgarten und Schlossplatz, über die man in den seit über 100 Jahren ungenutzten Kupfergraben steigen und zwischen Museums- und Fischerinsel seine Bahnen ziehen und planschen kann. Duschen, Toiletten und Umkleiden sind unsichtbar in das ungenutzte Untergeschoss des ehemaligen Kaiserdenkmals integriert.

Der innerstädtische Spreekanal als Schwimmbecken sowie als Biotop und Wasserkläranlage: Für diese Vision eines Ökobades mitten in der Stadt ist der Architekt Tim Edler vom Büro realities:united bereits international ausgezeichnet worden. Am 27. März will Edler für seine Flussbad-Vision werben und das Projekt detailliert vorstellen. Es gibt seit 2012 einen Förderverein und seit Anfang dieses Jahres einen wissenschaftlichen Beirat mit Architekten, Umweltexperten und Zukunftsforschern. Lottogelder wurden bereits beantragt, wie Flussbad-Sprecherin Barbara Schindler sagte. Damit soll unter anderem eine Machbarkeitsstudie finanziert werden, um die vielen Detailfragen dieses Projektes zu klären.

Die Kosten kennt bisher niemand. Es gibt Schätzungen für die Renaturierung des Spreearms mit den notwendigen baulichen Maßnahmen von mindestens 65 Millionen Euro. Politische Entscheidungen zur Flussbadidee gibt es bisher nicht. Für das Projekt müssen die verschiedenen Eigentümer gewonnen werden - der Bezirk Mitte, das Land Berlin und der Bund als Eigentümer der Wasserflächen. Die Senatsbauverwaltung soll den Plänen wohlwollend gegenüber stehen.

Das Flussbad als innerstädtisches Naherholungs- und Naturschutzgebiet sei als sauberer Fluss eine enorme Bereicherung für eine Vier-Millionen-Metropole, wirbt Schindler für das Projekt. Diese Aufwertung der Museumsinsel und der gesamten Stadtmitte, sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht, "ist eine Mehrwert für alle Berliner und Touristen und schafft völlig neue Perspektiven für den heute noch ,arbeitslosen‘ Flussarm", so die Sprecherin.

Neben dem Flussbad-Erfinder Tim Edler diskutieren Charlotte Hopf, Vorsitzende des Vereins Flussbad Berlin . und Berlins Dombaumeisterin, Susanne Lehmann-Reupert, Architektin und Autorin ("Von New York lernen"), sowie der Autor und Verleger Andreas Ruby.

Die Flussbad Berlin-Präsentation findet am 27. März um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Walther König an der Museumsinsel, Burgstraße 27, statt. Der Eintritt ist frei. Alle Details mit Bildern, Skizzen und Videos unter www.flussbad-berlin.de.

Dirk Jericho / DJ
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