Microsoft eröffnet Unter den Linden neuen Firmensitz

Umbau hinter historischer Fassade: Unter den Linden 17 heißt die Adresse, an der Microsoft bald mit Berlinern ins Gespräch kommen will. (Foto: Schubert)

Mitte. Prestigeprojekt für die City Ost: Nachdem Apple am Kurfürstendamm ein Repräsentanz eröffnet hat, platziert sich nun der große Konkurrent Microsoft in bester Lage von Mitte. Und nicht nur der Standort ist ein anderer, auch das Konzept weicht ab.

Wenn im Herbst das Laub der Linden gilbt, wird über den Ladenzeilen von Mittes wichtigstem Boulevard ein neuer Name leuchten. Und mit dem Einzug von Microsoft kehrt ein internationaler Glanz zurück, der zwischenzeitlich in die City-West gewichen schien.Mehrere Millionen Euro investiert der kalifornische Computer-Konzern in die Räume des repräsentativen Hauses an der Ecke Unter den Linden und Charlottenstraße. 3000 Quadratmeter Nutzfläche verteilt über vier Etagen stehen hier bereit.

"The digital eatery" soll das Café im Erdgeschoss heißen und sich an einfache Passanten ebenso richten wie an Kunden, IT-Spezialisten und Politiker. Zum Verkauf steht die Technik in diesem Hause jedoch nicht. Anders als bei Apple am Kurfürstendamm soll bei Speisen und Getränken über die Geräte und Innovationen nur gesprochen werden. Auch eine Beratung bei technischen Schwierigkeiten wird möglich sein.

Die gesamte Hauptstadt-Repräsentanz folgt einem bis dahin noch nicht versuchten Konzept und läuft unter dem Label "Microsoft Berlin." Ob Startup-Unternehmer oder interessierter Laie - jeder soll willkommen sein.

"Das Konzept dieses Centers ist für Microsoft auch weltweit einzigartig", hebt Geschäftsführer Christian Illek die besondere Stellung des Projekts hervor. Nach und nach sollen alle Microsoft-Mitarbeiter, die derzeit am Katharina-Heinroth-Ufer in Tiergarten arbeiten, in den neuen Firmensitz umziehen. Von insgesamt 150 Arbeitsplätzen ist die Rede.

Mit Vorfreude blicken die ansässigen Geschäftsleute dem Herbst entgegen. "Wir heißen den neuen Nachbarn herzlich willkommen", begrüßt Mateusz Hartwich von der IG Friedrichstraße das Projekt. "Den Kollegen in der City West haben wir immer die Daumen gedrückt. Jetzt zeigt sich, dass unser Standort weiterhin Anziehungskraft besitzt."


Thomas Schubert / tsc
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