Neun Verkehrsopfer in vier Monaten

An der "Säule des Todes" vor dem Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke werden jedes Jahr die Todesopfer des Berliner Straßenverkehrs plakatiert. (Foto: HDK)

Tempelhof. Das erste Drittel des Jahres ist um und die tragische Bilanz der "Säule des Todes" vor dem Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke zeigte am 30. April die Zahl neun für Verkehrstote, die in den vier Monaten seit Jahresbeginn bei Unfällen auf Berlins Straßen gestorben sind.

Dabei wird es leider nicht bleiben, wie die Erfahrungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte unerbittlich zeigen. Im Jahr 2012 starben insgesamt 42 Menschen - Fußgänger, Zweirad- und Autofahrer - im Berliner Straßenverkehr. Knapp 2050 Personen wurden schwer verletzt. Als Hauptunfallursachen werden immer wieder Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt und zu hohe Geschwindigkeit festgestellt. Insgesamt, "durch Rücksichtslosigkeit oder Fahrlässigkeit", so die Verkehrsexperten der Polizei, ereignen sich jedes Jahr regelmäßig j weit über 100 000 Verkehrsunfälle in der Stadt. 2012 registrierte die Polizei exakt 130 782 Unfälle. Allerdings ist die Todesrate deutlich rückläufig. Jedenfalls ist die statistische Zahl der im Berliner Straßenverkehr Gestorbenen seit dem Höchststand von 1993 mit 163 Verkehrstoten, von einigen geringfügigen Veränderungen nach oben abgesehen, kontinuierlich von Jahr zu Jahr gesunken. Und die "nur noch" 42 Toten des vergangenen Jahres markieren den bisherigen Tiefststand der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Als Ursachen für den deutlichen Rückgang der Sterbe- und auch der Schwerverletztenrate gelten den Experten vor allem der Ausbau von Tempo-30-Zonen und Radwegen.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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