Stiftung Berliner Schloss als möglicher Bauherr im Gespräch

Mitte. Um den Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie am Werderschen Markt gibt es neue Diskussionen. Nach Medienberichten soll das Auswärtige Amt Interesse daran haben, Flächen in einem originalgetreuen Nachbau anzumieten. Möglicher Bauherr für die Rekonstruktion der Bauakademie ist die Stiftung Berliner Schloss - Humboldt-Forum, die auch den Schlossneubau gegenüber auf dem Schlossplatz leitet. Stiftungssprecher Bernhard Wolter bestätigte in der Berliner Zeitung das Interesse am Wiederaufbau der Bauakademie.

Seit Jahren ist die nach dem Krieg abgerissene Bauakademie eine Fassadenattrappe in den originalen Abmaßen. Hinter der Schaufassade wurde bereits der Rote Saal errichtet. Auch die sogenannte Musterecke wirbt seit 2001 für den Wiederaufbau. In der neuen Architektur-Akademie sollen einmal Räume für Ausstellungen, Seminare, Symposien und eine Bibliothek eingerichtet werden. Einen Investor konnte der landeseigene Liegenschaftsfonds bisher nicht finden. Der Käufer sollte verpflichtet werden, Schinkels profanen Rohziegelbau wieder aufzubauen und Dreiviertel der Flächen kostenfrei dem Verein Internationale Bauakademie in Berlin zu überlassen. Der Verein will in dem Haus eine Akademie für Architektur und Städtebau errichten. Nur das Erdgeschoss darf der Investor an Läden und Restaurants vermieten.

Die Schinkelsche Bauakademie wurde von 1831 bis 1835 errichtet. Die DDR ließ das im Zweiten Weltkrieg beschädigte Gebäude wie auch das Stadtschloss gegenüber abreißen und setzte 1962 ihren Außenministeriums-Neubau auf die Fläche. Dafür musste auch die Kommandantur Unter den Linden weg.

Seit 1996 ist auch der Ost-Büroplattenbau des Außenministeriums Geschichte. Wieder auferstanden ist die alte Kommandantur. Der Medienkonzern Bertelsmann hat das Haus detailgetreu nachgebaut und darin seine Hauptstadt-Repräsentanz eröffnet.


Dirk Jericho / DJ
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