Stromausfall, Brandanschlag oder WC-Havarie: Wahlamt hat vorgesorgt

Mitte. Am 22. September wählt Deutschland den 18. Bundestag. Wahlamtsleiter Wigbert Siller hat vorgesorgt, dass an diesem Sonntag im Bundestagswahlkreis 75 (Bezirk Mitte) nichts schiefgeht.

Die Havarie im Rathaus Mitte, bei der Ende August eine WC-Abflussleitung geplatzt ist und braune Brühe die Treppen herunter lief, hat Wigbert Siller aufgeschreckt. Was, wenn in einem der 196 Wahllokale in Mitte, Wedding und Tiergarten das WC streikt? Dann rückt in spätestens 30 Minuten eine Firma an und stellt Dixi-Klos für die Wahlhelfer und Wähler auf, so die Antwort. "Wir haben das in unseren umfangreichen Notfallplan nach dem Rohrbruch im Rathaus mit aufgenommen", sagt Siller zur WC-Bereitschaft. Eigentlich dürfte am kommenden Sonntag nichts schiefgehen. Selbst wenn der Hausmeister verpennt und zum Beispiel eine Schule nicht aufschließt, wird ein Schlüsseldienst alarmiert. Bricht in einem Wahllokal die Stromversorgung zusammen, bringt eine Firma schnell Notstromaggregate vorbei. Und selbst wenn es ganz schlimm kommt und ein Wahllokal nach einem Brandanschlag zerstört werden sollte, können die Wähler trotzdem an dem Ort wählen, der auf ihrer Wahlbenachrichtigung angegeben ist. Das muss laut Wahlgesetzt sichergestellt sein. "Wir richten in diesem Fall ein Notwahllokal ein", so Mittes Wahlamtsleiter. Das Technische Hilfswerk kann Zelte oder Container aufstellen.

Und sogar die Feuerwehr ist informiert, dass sie im Notfall mit ihren Bussen vorbeikommt, in denen dann gewählt werden kann. Die Mannschaftstransport-Fahrzeuge (MTF 3), wie die Feuerwehrbusse heißen, dienen bei Großfeuer oder Katastrophen zur Unterbringung von evakuierten Personen und zum Transport von Bewohnern.

Seit Wochen wird bereits das Bezirkswahlamt im Walther-Rathenau-Saal im Rathaus Wedding in der Müllerstraße 146 durch einen Sicherheitsdienst rund um die Uhr bewacht. Weil es im Juli einen Brandanschlag auf sieben Büros des Sozialamtes im Rathaus Wedding gegeben hat, sichert der Bezirk erstmals während der Wahl sein Hauptquartier mit Wachleuten. Außerdem gab es in letzter Zeit mehrere Einbrüche in Rathausbüros in Wedding.


Dirk Jericho / DJ
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