StudioChor Berlin führt ungewöhnliches Oratorium auf

Tiergarten. Der StudioChor Berlin bringt am Sonntag, 8. Dezember, Werke von Beethoven und Cartellieri zu Gehör. Während Beethoven als genialer Superstar gefeiert wird, ist der zu seiner Zeit durchaus beliebte Antonio Casimir Cartellieri (1772-1806) heute fast in Vergessenheit geraten. Dabei waren beide Zeit ihres Lebens auf der Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksformen.

Das zeigt sich auch in der Gestaltung beider Stücke, die in der Philharmonie auf dem Programm stehen. Während Beethoven in "Meeres Stille und Glückliche Fahrt" die Ohnmacht des Menschen gegenüber den Naturgewalten lautmalerisch umsetzt, inszeniert Cartellieri in seinem Oratorium "La Celebre Natività del Redentore" Weihnachten nicht als Friedensfest, sondern als Drama. Cartellieri setzt mit starken Anleihen bei der italienischen Volksoper und großem Bläseraufgebot den Kampf zwischen Gut und Böse in Szene. Am Ende gewinnen die guten Mächte, und mit ihrem Triumph ist Weihnachten als Fest der Hoffnung da.

Der StudioChor Berlin unter der Leitung von Joachim Geiger wird begleitet vom neuen barockorchester berlin und Christina Hanke-Bleidorn am Cembalo. Die Solopartien übernehmen Almut Philipp (Sopran), Johannes Weiss (Tenor), Kim Schrader (Tenor) sowie Markus Krause (Bass). Das Konzert beginnt am 8. Dezember um 16 Uhr im Großen Saal der Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Straße 1.

Karten zwischen 15 und 28 Euro gibt es unter 211 96 28, karten@studio-chor-berlin.de oder an der Abendkasse.

Hendrik Stein / st
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