Weltweite Aktion im Kampf gegen die Nervenkrankheit ALS

Mitarbeiter der Berliner Woche nahmen die Eiswasser-Herausforderung an, um auf die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose aufmerksam zu machen. (Foto: Hendrik Stein)

Berlin. Amyotrophe Lateralsklerose - kurz ALS - führt zu Muskellähmungen, Muskelschwund und letztlich zum Tod. Mit "Ice Bucking" wollen sich Menschen im Kampf gegen diese Krankheit engagieren und machen derzeit Schlagzeilen.

Bekannt wurde ALS vor allem durch den britischen Physiker Stephen Hawking. Die Krankheit kann unterschiedlich schnell verlaufen. Dabei kommt es zu einer fortschreitenden und nicht umkehrbaren Schädigung von Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark, die für die Muskelbewegung erforderlich sind. Ohne diese Nervenimpulse wird der Körper bewegungsunfähig, die Muskulatur wird gelähmt und verkümmert. Geht anfangs der feste Handgriff bei der Begrüßung und der sichere Stand auf den Beinen verloren, folgen Muskelzittern und schmerzhafte Muskelkrämpfe bis hin zur spastischen Lähmung mit krankhaften Muskelreflexen. Erste Anzeichen können Schluck- und Sprachstörungen sein. Etwa zwei bis drei Menschen von 100 000 erkranken jährlich neu daran. Betroffen sind mehr Männer als Frauen - meist in der zweiten Lebenshälfte.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Nervenkrankheit, deren genaue Ursache auch heute noch weitgehend unbekannt ist, durch den französischen Mediziner Jean-Martin Charcot beschrieben. Genetische Veränderungen oder Stoffwechselveränderungen im Gehirn kommen als Auslöser dafür in Frage. Auch die Anfangsdiagnose ist schwierig, da erst Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen werden müssen. Und es gibt noch keine Möglichkeit, die Krankheit zum Stillstand zu bringen. Ein Medikament kann bislang lediglich den Krankheitsverlauf verlangsamen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg brachte ALS mit der "Ice Bucket Challenge" (Eiswasser-Herausforderung) jüngst in die Schlagzeilen. Er goss sich einen Eimer eiskaltes Wasser über den Kopf und rief dazu auf, die Forschungen rund um ALS mit Spenden zu unterstützen. Viele Prominente und Normalbürger folgten seiner Herausforderung, auch Mitarbeiter der Berliner Woche schlossen sich dem eimerweise an.

Video ansehen und natürlich nachmachen.

In Berlin kann man zum Beispiel das Projekt der ALS-Betreuung und -Forschung der Berliner Charité mit Spenden unterstützen. Weitere Informationen dazu unter http://www.als-hilfe.org /spenden.html oder unter 450 66 00 98

Frank Luhn / FL
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