wirBERLIN ruft zum Aktionstag für ein schönes Berlin auf

In Lichtenberg wollen die "Lokalen Akteure" die Spielburg auf dem Freiaplatz verschönern. Mit dabei: Brigitte Grahl, Daniela Dahlke, Ronny Warmuth. (Foto: Mühle)

Berlin. Der Aktionstag für ein schönes Berlin geht in die vierte Runde. Mit dem neuen Motto "Berlin machen" ruft der Verein wirBERLIN auf, am 12. und 13. September mitzumachen beim Säubern von Straßen und Plätzen, beim Pflegen von Grünanlagen, beim Verschönern der Stadt.

Östlich des S-Bahnhofes Frankfurter Allee liegt das Wohngebiet Frankfurter Allee Nord und in dessen Zentrum das Nibelungenviertel mit dem Freiaplatz. Den wollen Anwohner am 12. September von 14 bis 17 Uhr aufräumen und den Spielplatz verschönern. Dass dieses Vorhaben ein Erfolg wird, dafür stehen die "Lokalen Akteure", zu denen zum Beispiel Daniela Dahlke, seit Mitte Juli Stadtteilkoordinatorin, Brigitte Grahl, Leiterin des Frauentreffpunkts Alt-Lichtenberg, und Ronny Warmuth, Erzieher in der Jugendfreizeiteinrichtung "Willi Sänger", gehören.

Sie planen, die Spielburg auf dem Spielplatz zu verschönern, indem die Helfer die Rückwand grundieren und so die Voraussetzungen schaffen, dass sie in der Woche darauf mit Graffiti bunt bemalt werden kann. Außerdem wollen sie gemeinsam mit Eltern und Kindern den Spielplatz aufräumen. "Die letzte Renovierung der Spielgeräte liegt schon drei Jahre zurück", erinnert sich Brigitte Grahl. Damit es nicht am Geld scheitert, hatte die frühere Stadtteilkoordinatorin schon im Frühjahr beim Bezirksamt Lichtenberg Mittel aus dem Ehrenamtsfonds beantragt, um Farbe und Malerutensilien zu kaufen.

Junge Graffiti-Künstler aus der Jugendfreizeiteinrichtung "Willi Sänger" und dem Jugendkulturzentrum Linse werden in der Woche nach dem Aktionseinsatz das Werk krönen. Beide Einrichtungen bieten Graffiti-Kurse an und haben Jugendliche zur Mitarbeit gewonnen. Gemeinsam arbeiten sie jetzt schon an Skizzen und Entwürfen. Die Graffiti sollen, soviel sei schon verraten, an die Nibelungensage erinnern, also etwa Drachen und Ritter darstellen. "Das ist lehrreich für alle", sagt Ronny Warmuth.

Seine Einrichtung liegt im etwas entfernten Wohngebiet am Fennpfuhl, weshalb einige der Jugendlichen das Nibelungenviertel noch gar nicht kannten. Nach Einschätzung des 33-jährigen Erziehers wird es bis zu einer Woche dauern, bis die Graffiti fertig sind. Um möglichst viele Anwohner für den Aktionstag zu begeistern, wollen die "Lokalen Akteure" rund um den Freiaplatz Handzettel in die Briefkästen werfen und am Spielplatz noch kleine Plakate anbringen. Weitere Informationen gibt es außerdem im Stadtteilzentrum Alt-Lichtenberg unter 55 48 96 35. Der 13. September wird mit einer kleinen Party ausklingen. Getränke sind vorhanden, und die Mitarbeiterinnen des Kinderclubs "Kids-Oase" in der Fanningerstraße 63 bringen Stockbrot mit.

Auch in anderen Ortsteilen von Berlin bereiten sich Anwohner auf ihre ganz konkreten Projekte am Aktionstag vor. Der Verein wirBERLIN veröffentlicht auf der Seite www.aktionstag-berlin.de alle angemeldeten Aktionen. Die kann man sich entweder auf einer Karte oder auf einer Liste anzeigen lassen. Bei den meisten Projekten steht zudem der Hinweis "offen". Damit wollen die Organisatoren zeigen, dass sie sich über zusätzliche Helfer freuen. Auch in diesem Jahr unterstützt die BSR den Aktionstag mit ihren "Kehrpaketen".

Außerdem ist es noch möglich, weitere Aktionen anzumelden. Wer mit Freunden, Familienangehörigen, Nachbarn, Vereins- oder Arbeitskollegen ein eigenes Projekt auf die Beine stellt, sollte den Eintrag im Internet nicht vergessen.

2011 hatte wirBERLIN zum ersten Mal die Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, bei einem stadtweiten Aktionstag ihr Lebens- und Wohnumfeld sauber zu machen und attraktiver zu gestalten. Das Ergebnis damals: 65 Einsätze mit 1500 Engagierten im gesamten Stadtgebiet. Im vergangenen Jahr waren es dann schon 6000 Bürger mit 170 Aktionen.

Weitere Informationen gibt es bei Sebastian Weise unter 89 72 92 92 und im Internet auf www.wir-berlin.org.

Harald Mühle / Harald Mühle
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