Alexianer haben jetzt die Regie im Haus der Gesundheit

Mitte. Zwanzig Ärzte mussten gehen, vier konnten bleiben. Im Haus der Gesundheit an der Karl-Marx-Allee 3 sind drei allgemeinmedizinische und eine urologische Praxis weiter für ihre Patienten da.

Wie berichtet, hatte der Klinikkonzern Sana sein Gesundheitszentrum im Haus der Gesundheit an das Unfallkrankenhaus Marzahn verkauft. Die Ärztinnen und Ärzte sollten dorthin wechseln. Als die Nachricht bekannt wurde, gab es viel Protest der meist älteren Patienten aus der Umgebung. Schließlich bekundete der katholische Krankenhausträger Alexianer sein Interesse, vier Praxen in seine Trägerschaft zu übernehmen. Das ist geglückt, die Kassenärztliche Vereinigung hat grünes Licht gegeben. Den Alexianern gehört auch das St.-Hedwig-Krankenhaus an der Großen Hamburger Straße.

Das biete den Patienten im Haus der Gesundheit viele Vorteile, meint Dr. Jakob Steinmann, Facharzt für Urologie. "Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus können sie eine ambulante Betreuung vor und nach einer stationären Behandlung erhalten", sagt er. Außerdem blieben den Patienten lange Wege oder Doppeluntersuchungen erspart. Neben Jakob Steinmann praktizieren auch die Allgemeinärztinnen Dr. Friederike Schreiber, Dr. Uta von Arnim und Sabine Muhme weiter im Haus der Gesundheit.

Noch ist allerdings nicht sicher, ob diese Lösung von Dauer sein wird. Das Gebäude gehört der AOK, die mit dem Sana-Konzern einen Mietvertrag bis Ende 2015 abgeschlossen hatte. Die Alexianer und die vier Ärzte sind zurzeit nur Untermieter. "Momentan werden Gespräche zu möglichen neuen Verträgen geführt", sagt AOK-Sprecherin Gabriele Rähse.


Susanne Schilp / susch
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