Ehrenamtliche gesucht, die jungen Familien helfen möchten

Känguru-Projektleiterin Constanze Meyne (Mitte) und die ehrenamtliche Mitarbeiterin Alice (links) besucht die Familie von Mama Mili. (Foto: Känguru)

Mitte. Das Projekt Känguru von der Diakonie und der Koepjohann’schen Stiftung braucht dringend ehrenamtliche Familienhelfer.

Die Liste wird immer länger. 16 Familien warten derzeit auf Unterstützung durch das Känguru-Team, wie Projektleiterin Constanze Meyne sagt. 25 Helfer betreuen im Moment 25 junge Familien oder Alleinerziehende. Sie sind monatelang für sie da, um Mütter und Väter zu entlasten.

Oft bricht mit der Geburt des Kindes erst einmal eine Welt zusammen. Babys sind süß, bereiten aber auch schlaflose Nächte und zerren an den Kräften. Wenn man kein funktionierendes Netzwerk hat, auf das man sich verlassen kann und das auch mal einspringt, wie zum Beispiel die Oma, der Opa oder Freunde, wachsen einigen die Probleme über den Kopf. In den turbulenten Zeiten nach der Geburt wollen die ehrenamtlichen Känguru-Mitarbeiter unkompliziert helfen, damit das Abenteuer Familie nicht schon am Start im Fiasko endet. Sie stehen den oft alleinerziehenden Müttern mit praktischer Hilfe zur Seite. Einmal pro Woche besuchen sie für drei Stunden die Familien und helfen, wo sie können. Sie geben Ratschläge oder gehen auch mit dem Säugling spazieren, damit Mama mal ausspannen oder zum Friseur gehen kann. Die Ehrenamtlichen, fast ausschließlich Frauen, hören auch zu und machen den jungen Müttern Mut. Eine "Auszeit für Familien" nennt Meyne das, was die Familienhelfer den jungen Eltern geben.

Das Känguru-Projekt arbeitet mit der Schwangerenkonfliktberatung, Familienzentren und Kliniken zusammen, die Klienten vermitteln. Manche Mütter haben zum Beispiel Depressionen oder andere psychische Probleme. Zwei Drittel der Helfer sind Studentinnen oder junge Uniabsolventen. Vielleicht auch, weil es bei Bewerbungen gut aussieht, wenn man durch ehrenamtliche Tätigkeiten auf sein soziales Engagement verweisen kann.

Die Angebote für die Familien sind völlig kostenfrei. Die Ehrenamtlichen beim Projekt Känguru, das es bereits seit acht Jahren gibt, bekommen regelmäßig Schulungen zum Beispiel in Sachen Kinderschutz und Kindesentwicklung. Einmal im Monat treffen sich die Helfer zur Teamsitzung. Als Aufwandsentschädigung gibt es pro Monat 30 Euro für die Ehrenamtlichen. Gesucht werden dringend Betreuer für Familien in Mitte, Friedrichshain, Wedding und Kreuzberg.

Wer helfen und das Känguru-Team verstärken möchte, meldet sich bei Constanze Meyne vom Projekt "Känguru - hilft und begleitet" unter 36 44 84 48 oder E-Mail: kaenguru@koepjohann.de.

Dirk Jericho / DJ
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