"Ick lieb dir, meen Berlin": Wenn Schüler sich an unserer Leser-Aktion beteiligen

Im Rahmen des Unterrichts "Großstadtliteratur" haben sich Schüler (18 bis 27 Jahre) aus dem Oberstufenzentrum in Charlottenburg mit dem Begriff "Heimat" auseinandergesetzt. (Foto: Charleen Müller)

Berlin. Nachdem Charleen Müller unseren Aufruf zur Aktion "Meine Heimat" gelesen hatte, rief sie ihre Klasse im Oberstufenzentrum Körperpflege auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Elf Schüler schrieben ihre Gedanken nieder, Lehrerin Katja Biesenthal leitete sie an die Berliner Woche weiter. Hiermit folgt ein kleiner Einblick:

Ich bin gebürtige Berlinerin aus dem eher ruhigen und grünen Stadtbezirk Hellersdorf. Viele meiner Freunde verlassen Berlin, um sich in einer anderen Stadt neu zu erfinden oder erst einmal genau herauszufinden, was das Land oder die Welt zu bieten hat.

Ich wurde ein- oder zweimal gefragt, ob ich Berlin mal verlassen würde. Die Antwort ist ganz einfach: Ich kann nicht. Mein Herz fängt wie wild an zu pochen, meine Gedanken überschlagen sich, was ich hier alles zurücklasse und dann ertappe ich mich bei Ausreden oder gar herablassenden Urteilen über andere Orte, weil nichts besser sein kann als mein Berlin. Meine Familie, meine Freunde, mein gewohnt schönes Umfeld, wo ich wirklich jedes kleine Fleckchen kenne, aber auch die Vielfalt, die Gegensätze der Berliner Bezirke und die sympathische Unfreundlichkeit hindern mich daran, Berlin zu verlassen, meine Heimat. Charleen Müller

Die Beiträge ihrer Mitschüler und noch viele andere „Heimatgeschichten“ von unseren Lesern und Reportern finden Sie hier.
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