Unterfunktion der Schilddrüse

Dr. Jens Aberle zeigt ein Modell der Schilddrüse, die unterhalb des Kehlkopfs sitzt. (Foto: Umsorgt wohnen)

Bei rund einem Prozent der Bevölkerung entwickelt sich im Laufe des Lebens eine Unterfunktion der Schilddrüse.

Frauen sind fünfmal häufiger betroffen als Männer, und bei der Generation der über 60-Jährigen tritt diese Erkrankung häufiger auf. "Typische Anzeichen sind eine Gewichtszunahme, Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Haarausfall oder eine Abnahme der geistigen Leistung", erklärt Dr. Jens Aberle, Facharzt für Stoffwechselerkrankungen: "Ursache dafür ist häufig eine Fehlsteuerung des Immunsystems, die Schilddrüse wird im Laufe von Jahrzehnten vom Körper zerstört." Doch was früher als unvermeidbar hingenommen werden musste und eine Einbuße an Lebensqualität zur Folge hatte, kann heute mit Arzneimitteln behandelt werden. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Eine Blutuntersuchung, bei der der sogenannte TSH-Wert bestimmt wird, bringt Klarheit: Sollte zu viel dieses Steuerhormons der Schilddrüse im Blut vorhanden sein, kann medikamentös durch Schilddrüsenhormone nachgeholfen werden.
Jochen Mertens


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