Budenzauber: Wiederholt Lichtenberg 47 den Coup?

Berlin.36. Hallenturnier der Regional- und Oberligavereine - eine Vorschau:Wenn am Sonntag, dem 12. Januar, ab 14 Uhr in der Sporthalle Charlottenburg das traditionelle Hallenturnier der Regional- und Oberligavereine zum 36. Mal ausgetragen wird, fehlen aus beiden Spielklassen gleich zwei Mannschaften. Oberliga-Tabellenführer BFC Dynamo zeigt schon seit Jahren kein Interesse mehr daran, weil die Hohenschönhauser lieber ein eigenes Turnier im Sportforum durchführen. Zudem wird auch die zweite Mannschaft von Hertha BSC, die in der Regionalliga spielt und im vergangenen Jahr noch im Finale stand, nicht mit dabei sein. Der vor kurzem abgelöste Trainer Jörg Schwanke zählt zu den prinzipiellen Gegnern des Hallenfußballs.

Das Teilnehmerfeld kann sich dennoch sehen lassen. Neben jeweils drei Vereinen aus der Regional- und Oberliga gehen auch zwei Klubs aus der Berlin-Liga an den Start. Das wird zum einen der Sieger des Berlin-Liga-Turniers, der FC Hertha 03, sein, zum anderen wurde mit Tennis Borussia der Rekordsieger (schon acht Titelgewinne) eingeladen. Die Lila-Weißen, die zuletzt im Jahr 2008 triumphierten, bringen traditionell viele Fans mit, so dass der Wettbewerb vor stimmungsvoller Kulisse ausgetragen werden dürfte.

Zum engen Favoritenkreis zählen sicherlich die drei Regionalligisten FC Viktoria 89, Berliner AK und die Reserve des 1. FC Union. Aufsteiger Viktoria triumphierte bei der 34. Auflage durch einen Erfolg über den Berliner AK und scheiterte im Vorjahr erst im Neunmeterschießen an Hertha BSC. Wie auch der BAK verfügen die Viktorianer über eine Vielzahl guter Hallenspieler.

Schwer einzuschätzen ist hingegen die U 23 des 1. FC Union. Oftmals enttäuschten die "Eisernen", obwohl sie mit etlichen vielversprechenden Talenten besetzt sind.

Unter besonderer Beobachtung steht Lichtenberg 47. Im vergangenen Jahr stellte der Oberligist das Überraschungsteam schlechthin und gewann als Aufsteiger den Wettbewerb. Ob die Mannschaft der beiden Trainer Daniel Dejanovic und Uwe Lehmann diesen Coup wiederholen kann, erscheint fraglich, da einige gute Hallenspezialisten wie zum Beispiel der abgewanderte Lukas Rehbein nicht mehr zum Kader zählen. Dennoch: Als Titelverteidiger muss man die 47er auf der Rechnung haben.

Wird der Trend der beiden Vorjahre, in der am Ende jeweils Oberliga-Neulinge gewannen, fortgesetzt, muss man sich vor dem BSV Hürtürkel in Acht nehmen. Überhaupt gilt die Mannschaft von Trainer Vedat Beyazit als technisch enorm beschlagen, so dass ihr Auftritt mit Spannung erwarten wird. Motiviert sind die Neuköllner durchaus: "Der ganze Verein brennt auf das Turnier", sagt der 1. Vorsitzende Selami Erbay.

Man darf sich also freuen auf packenden, mitreißenden Budenzauber der besten Berliner Amateurvereine, die in folgender Gruppeneinteilung den diesjährigen Sieger ermitteln:

Gruppe A: Lichtenberg 47, 1. FC Union II, Berliner AK, FC Hertha 03.

Gruppe B: FC Viktoria 89, VSG Altglienicke, BSV Hürtürkel, Tennis Borussia.


Fußball-Woche / AK
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