FC Viktoria 89 gewinnt den Berliner Pokal

Berlin. Sie mussten sich lange gedulden, am Ende bekamen die 3.486 Zuschauer im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark jedoch alles geboten, was einen packenden Pokalfight ausmacht: jede Menge Emotionen, eine umstrittene Elfmeterentscheidung und zwei Platzverweise zum Beispiel - vor allem aber einen aufopferungsvoll kämpfenden Außenseiter SV Tasmania und einen würdigen Champion FC Viktoria 89, der das Finale um den Berliner Pilsner-Pokal am vergangenen Mittwoch mit 2:1 (1:0) für sich entschied.

In der Schussviertelstunde geriet der Regionalligist allerdings kräftig ins Wanken. Schiedsrichter Philipp Kutscher hatte dem SV Tasmania nach einer unübersichtlichen Strafraumszene in der 78. Minute einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen und damit den Startschuss zu einer turbulenten Endphase geliefert. Denn während Tasmanias Schütze Salvatore Rogoli die Nerven behielt und den fälligen Strafstoß zum 2:1-Anschlusstreffer verwandelte, brannten bei Viktorias Ümit Ergirdi bald darauf die Sicherungen durch: Nach einem groben Foulspiel flog der Mannschaftskapitän in der 87. Minute mit Rot vom Platz. Ähnlich erging es Tasmania-Trainer Abu Nije. Nachdem er einen Viktoria-Spieler an der Seitenlinie mit einer Mischung aus Bodycheck und Grätsche gestoppt hatte, wurde der emotionale Coach ebenfalls des Feldes verwiesen. Sein Team ließ sich davon jedoch nicht beirren, sondern drängte bis zum Abpfiff vehement auf den Ausgleich. Ein zweites Tor aber blieb dem Berlin-Ligisten verwehrt.

Dennoch: Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war kaum etwas zu sehen. "Tasmania hatte deutlich mehr Chancen als wir", konstatierte Viktoria-Torwart Marcus Richert, der den Sieg seiner Mannschaft mehrfach festhielt. Tatsächlich zeigten die Neuköllner von Beginn an mehr Biss und Spielfreude. Viktoria konnte sich jedoch auf die eigene Stärke bei Standards verlassen: Sowohl die 1:0-Führung durch Murat Doymus (31.) als auch das 2:0 durch Tim Lensinger (66.) resultierte aus ruhenden Bällen.


Fußball-Woche / JL
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