Mit Personalsorgen gegen Bautzen

Eigentlich wollte man die unglückliche Niederlage gegen den Spitzenreiter Energie Cottbus beim BAK schnell vergessen. Wirft man jedoch einen Blick auf die voraussichtliche Aufstellung gegen die FSV Budissa Bautzen, werden allerdings wieder Erinnerungen an das hochemotionale Spiel in der Lausitz wach. Sechs Mal sahen unsere Athleten den gelben Karton, drei dieser sechs Karten wiegen jedoch etwas schwerer. Sowohl Torschütze Tunay Deniz, als auch Innenverteidiger Tim Linthorst und Offensivkraft Abu Bakarr Kargbo sind nach der jeweils fünften Gelben gesperrt. Besonders bei Deniz und Linthorst wiegt der Ausfall schwer, denn beide zählen in dieser Saison zum unangefochtenen Stammpersonal des BAK.
Für Linthorst könnte Cedrik Mvondo in die Startelf rücken, der zuletzt gegen Viktoria Berlin auf dem Platz stand und gemeinsam mit Lubomir Korijkov in der Abwehrzentrale ohne Gegentor blieb. Tunay Deniz, Denker und Lenker im Mittelfeld, könnte durch Serkan Tokgöz oder David Danko positionsgetreu ersetzt werden. Auf der Gegenseite muss Bautzens Cheftrainer Torsten Gütschow auf Mittelstürmer Kevin Bönisch verzichten. Auch er fehlt nach seiner fünften Verwarnung gelbgesperrt. Ansonsten können die Sachsen personell aus den Vollen schöpfen. Auch beim lichtet sich das Lazarett ein wenig, so könnten die zuletzt angeschlagenen Flügelspieler Yildirim und Pekdemir gegen Bautzen in den Kader zurückkehren.
Während unsere Athleten mit 34 Punkten aus 23 Spielen auf Tabellenplatz fünf stehen, muss der Tabellenzwölfte aus Bautzen den Blick tendenziell eher nach unten richten. Zwar stehen die Sachsen aktuell noch über dem Strich, jedoch sammelten Verfolger wie z.B. Chemie Leipzig zuletzt ordentlich Punkte und verzeichneten einen Aufwärtstrend – auf den man bei der Budissa aktuell noch wartet. Der letzte Sieg datiert vom 08.12.2017 (3:0 gegen Neugersdorf). Allerdings absolvierte man seither auch nur drei weitere Spiele, wobei man gegen die beiden Topteams BFC und Energie antreten musste. Gegen den Tabellenführer erarbeitete man sich gar ein 0:0 vor heimischer Kulisse, jedoch ging das wichtige Spiel gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, Chemie Leipzig, nur eine Woche später mit 0:1 verloren.
Um sich also wieder etwas Luft in der unteren Tabellenregion zu verschaffen, müsste das Team aus der Oberlausitz dringend gegen den BAK punkten. Geschieht dies nicht, könnte sich die Mannschaft um Kapitän Franz Pfanne im schlechtesten Falle bereits am Sonntagnachmittag schon unter dem Strich wiederfinden. Dass man aus dem Poststadion aber durchaus mal einen Punkt mitnehmen kann, bewiesen die Bautzener bereits in der Vergangenheit. In zwei von drei Aufeinandertreffen in Moabit trennten sich die beiden Vereine mit einem Unentschieden. Gewinnen konnten die Budissen jedoch im „Posti“ noch nie, dabei darf es aus BAK-Sicht gerne bleiben.
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