Turnier der Altstars in der Max-Schmeling-Halle

Prenzlauer Berg. Wenn das Hallenturnier der Traditionsmannschaften am 11. Januar (Beginn: 12 Uhr) in die fünfte Auflage geht, ist der Höhepunkt der Berliner Hallensaison erreicht.

Seit die Veranstaltung, die in den vergangenen Jahren als FlexStrom-Cup bekannt wurde, 2009 erstmals stattfand, ist der Zuschauerzuspruch in der Max-Schmeling-Halle enorm. Auch bei der diesjährigen Ausgabe, für die mit der AOK ein neuer Namensgeber bereit steht, wird die Halle mit mehr als 8000 Zuschauern restlos ausverkauft sein. "Ich finde das Turnier phänomenal", outet sich Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK-Nordost, als großer Fan.

Doch nicht nur bei Publikum und Organisationsteam stößt der Budenzauber, der längst einen festen Platz im Berliner Fußball-Kalender gefunden hat, auf große Begeisterung. Auch die ehemaligen Profis sind beim AOK-Traditionsmasters mit viel Freude und Ehrgeiz dabei. Die sechs teilnehmenden Mannschaften, die in zwei Dreiergruppen um den Einzug ins Halbfinale kämpfen, versprechen hochklassigen Fußball und beste Unterhaltung. In 2 x 10 Minuten pro Spiel zeigen die Altstars, was sie am Ball noch können - und das ist eine ganze Menge.

Bayer Leverkusen gehört als Titelverteidiger und Seriensieger mit Spielern wie Stefan Beinlich oder Carsten Ramelow erneut zu den ganz heißen Favoriten. Im Finale 2013 setzten sich die Bayer-Oldies erst im Neunmeterschießen gegen Real Madrid durch. Nach regulärer Spielzeit hatte es in einem dramatischen Spiel 4:4 gestanden. "Ich finde es grandios, dass so viele Zuschauer kommen, um uns alten Männern zuzusehen", sagt Beinlich mit einem Schmunzeln. In der Gruppe bekommen es die Leverkusener mit den Siegern der Qualifikationsturniere in Dortmund und Lingen zu tun. Dort sind ebenfalls klangvolle Namen wie Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln und sogar Real Madrid am Start.

Ein besonderes Highlight bietet am 11. Januar jedoch die Gruppe B. Hier treffen nicht nur die Lokalrivalen von Hertha BSC und dem 1. FC Union aufeinander. Nachdem sich in den vergangenen Jahren schon die "Veteranos" von Real Madrid in Berlin die Ehre gegeben haben, kommt nun die andere spanische Spitzenmannschaft in die Max-Schmeling-Halle: Hertha und Union bekommen es mit dem FC Barcelona zu tun. "Barcelona wird sicherlich eine schwierige Aufgabe", sagt Unions Tom Persisch.

Die "Eisernen" um Marco Gebhardt, Sebastian Bönig und Ronny Nikol sicherten sich vor einem Jahr durch ein 3:2 gegen den Stadtrivalen den dritten Platz. Die Herthaner, die in den vergangenen Jahren mit Spielern wie Pal Dardai, Andreas "Zecke" Neuendorf oder Ante Covic angetreten waren, wollen nun Revanche für diese Niederlage nehmen. Michael Hartmann, der erstmals in der Halle für Hertha aufläuft, hat ehrgeizige Ziele: "Wir wollen natürlich weit vorne landen." Mit Dariusz Wosz hatten die Blau-Weißen 2013 den besten Spieler und Torjäger in ihren Reihen.

Wer sich den Budenzauber nicht entgehen lassen will, sollte sich beeilen. Das Turnier ist bereits fast ausverkauft. Wer am Ticketschalter leer ausgeht, hat immer noch die Möglichkeit, den Oldies am Fernseher zuzuschauen. Sport1 überträgt am 11. Januar live aus der Max-Schmeling-Halle.

Fußball-Woche / JG
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