Aberglauben mit Pflanzen

Für den bunten Osterstrauß werden frisch geschnittene Narzissen zuerst separat in die Vase gestellt. (Foto: Lisa White/BBH/dpa/mag)

Zahlreiche Geschichten, Mythen und Volksbräuche ranken sich um das Osterfest. Damit verflochten sind auch viele Blumen, Pflanzen und Kräuter.

So hieß es beispielsweise früher, die Hühner legten keine Eier mehr, wenn jemand die Küchenschelle pflückt und Ostern in die Vase stellt. Ähnlich erging es Märzenbecher und Lerchensporn. Sommersprossen und kranke Nasen drohen demnach dem Pflücker.Besonders drastisch fiel der Aberglauben beim Frühlingsenzian aus. Wer ihn pflückt, riskiert den Tod eines nahe stehenden Menschen, hieß es in keltisch-germanischer Zeit. Und von den Primeln glaubte man, den Pflückern bleibe das Himmelreich versperrt.

Das Christentum verwandelte den heidnischen Zauber in die Palmzweige oder Palmbuschen, die am Palmsonntag in die Kirche getragen und gesegnet werden. In den Palmbuschen gehören Immergrüne wie Wacholder, Tanne, Eibe (Taxus), Buchsbaum oder Stechpalme (Ilex). Am besten wirken die Zweige zu neunt, heißt es. Denn die Neun gilt als göttliche Zahl, weil in ihr dreimal die Drei steckt, die wiederum für die Dreifaltigkeit steht.


dpa-Magazin / mag
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