Auch Töpfe sind Designobjekte

Ein Revival erleben in dieser Saison die Schnellkochtöpfe - neuerdings mit einem tragbaren digitalen Kochassistenten wie hier bei Tefal. (Foto: Tefal/dpa/mag)

Einfacher, sicherer und energiesparender: Man könnte meinen, Kochtöpfe sorgen heute von ganz allein für die gelungene Speise.

Ausgerüstet mit einem Kochassistenten, einem kleinen Kunststoff-Aufsatz mit Digitalanzeige, geben etwa moderne Schnellkochtöpfe laut, wenn das Dampfgemüse fertig ist. Der Assistent ist Teil des Deckels oder kann, losgelöst, in der Hosentasche mitgenommen werden.Das ist nur ein Beispiel für High-Tech-Ideen, mit denen Hersteller ihre Töpfe aufgewertet haben. Hightech sei einer der Trends bei Kochgeschirr, sagt Monika Tiedtke vom Netzwerk Haushalt. Dazu gehören auch neue Verschlusssysteme, etwa bei Tefals Schnellkochtopf-Serie Nutri Cook: Der Deckel lässt sich in jeder Position und mit einem Handgriff aufsetzen und fest verschließen. Bei Fisslers Schnellkochtopfserie Vitavit signalisiert eine Anzeige und ein hörbarer Klick, wann der Topf korrekt geschlossen ist.

Solche Sicherungssysteme sollen Unfälle am Herd vorbeugen - schief sitzende Deckel können etwa dem Druck nicht standhalten, und der Topf explodiert gewissermaßen. Sicherheit bietet aber etwa auch ein roter Ring am Übergang vom Edelstahlkörper zu den Griff der WMF-Serie Quality One: Die Griffe werden nicht mehr so heiß.

Sicherheit und High Tech gehen einher mit elegantem Design: Viel kräftiges Rot, Rosa, Gelb oder Grün ist zu sehen, unter anderem beim Pastatopf der Serie Vitaliano von Silit. Die Serie soll dem Hersteller zufolge ein italienisches Lebensgefühl vermitteln. Das erklärt dann auch die Größe: Es wird laut Silit immer beliebter, in Gruppen zu kochen.

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Mutter allein in der Küche vor sich hin rührte. Wer vor und gemeinsam mit Gästen kocht, will da auch seine Töpfe herzeigen können: Sie werden mehr und mehr zum Designobjekt.

Da sollte aber auch das Schrubben und Abspülen nach dem Kochen und Speisen nicht mehr unnötig Arbeit bereiten: "Die Zeit, die Leute in der Küche verbringen, ist länger geworden. Aber die wollen sie nicht mit Spülen verbringen", erläutert ein Sprecher des Unternehmens Zwilling. Daher setzen viele Hersteller auf Keramik, da dieses leicht zu reinigen sei.

Dabei nimmt Kochgeschirr heute nicht mehr so leicht Flecken an, selbst weiße Keramik nicht, wie Bettina Schäfer des Kochgeschirrherstellers Berndes erläutert. "Man kann darin auch Sauerkraut oder Chili kochen, es gibt trotzdem keine Verfärbungen."


dpa-Magazin / mag
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