Bromelien gießt man anders

Ungewöhnlich schön: Die Blätter der Bromelien bilden Trichter, aus deren Mitte ein prächtig gefärbter Blütenstand wächst. (Foto: Andrea Warnecke/dpa/mag)

Bromelien, die Exoten aus dem Regenwald, sind als Zimmerpflanzen äußert beliebt. Doch die meisten Exemplare haben ganz besondere Bedürfnisse.

"Man muss den Blatttrichter regelmäßig mit Wasser füllen", erläutert Michael Schwerdtfeger, Kustos des Alten Botanischen Gartens in Göttingen. Denn sie nehmen das Wasser nicht über Wurzeln auf, sondern auch über die Zisterne der Blätter."Zum Gießen verwendet man weiches Regenwasser", rät Petra Hensel von der Deutschen Bromeliengesellschaft. Es wird in den Trichter und die Blattachseln gegossen. In den Wintermonaten kann man etwas weniger gießen. "Im Sommer können die meisten Bromelien ins Freie, und dann bekommen sie mehr Wasser", ergänzt Schwerdtfeger.

Die besondere Lebensform der Ananasgewächse ergibt sich aus der Anpassung an ihren Lebensraum. "Viele Bromelien wachsen in tropischen Regenwäldern - zusammen mit Orchideen - in der einzigartigen Lebenswelt der Baumkronen", sagt Schwerdtfeger.

Die Blätter der Bromelien bilden wohlgeformte Trichter. Aus deren Mitte wächst ein kräftiger, meist prächtig gelb, rot, orange oder rosa gefärbter Blütenstand. Sie sehen einer Frucht ähnlich, die viele gerne verzehren: der Ananas. Die Ananasstaude ist die berühmteste Bromelie.


dpa-Magazin / mag
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