Chamäleons sind komplizierte Haustiere

Chamäleons brauchen im Terrarium eine spezielle UV-Beleuchtung. Denn sonst werden die Tiere krank und bekommen weiche Knochen. (Foto: Wolfgang Thieme/dpa/mag)

Sie sind als die Verwandlungskünstler des Tierreichs bekannt: Chamäleons. Als Haustiere sind sie aber alles andere als pflegeleicht.

"Chamäleons sind nicht geeignet für Einsteiger in die Echsenhaltung und Terraristik", warnt Uwe Wünstel, Leiter des Reptilium Terrarien- und Wüstenzoos Landau. "Das Problem ist aber, dass viele der Tiere relativ preiswert und als angebliche Einsteigertiere verkauft werden, so dass suggeriert wird, der Aufwand hielte sich in Grenzen."Chamäleons gehören zwar zu den Reptilien, unterscheiden sich aber in mehrfacher Hinsicht von anderen Echsenarten, wie Uwe Wünstel erklärt. Da ist zum Beispiel die Versorgung mit Wasser. "Viele Chamäleonarten trinken nicht aus einem Napf, sondern schlecken in der Natur den Raureif von den Blättern." Sie benötigten daher spezielle Beregnungsanlagen, oder sie müssen mit Pipetten Wasser erhalten. "Je nach Art brauchen die Tiere unterschiedlich viel Wasser, nur einmal kurz den Pump-Sprüher hinhalten, reicht nicht."

Wichtig ist auch die richtige Beleuchtung. "Für Chamäleons braucht man eine spezielle UV-Beleuchtung - oft wird jedoch die falsche verkauft", sagt Wünstel. Die Lampen müssen ausreichend große Mengen UV liefern, da UV wichtig für die Vitamin-D3-Synthese der Tiere ist. "Reicht die UV-Beleuchtung nicht aus, werden die Tiere krank und bekommen unter anderem weiche Knochen."


dpa-Magazin / mag
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