Chinchillas sind anspruchsvolle Tiere

Eine Möglichkeit zum Verkriechen ist für Chinchillas sehr wichtig. In ihren Käfig gehört deshalb ein geeigneter Unterschlupf. (Foto: Emily Wabitsch/dpa/mag)

Von der Pelzfarm ins Wohnzimmer: Diesen Sprung haben die Chinchillas in Deutschland geschafft. Mittlerweile sind sie ein beliebtes Haustier.

"Chinchillas können bis zu 20 Jahre lang leben, sie werden also relativ alt", erklärt der Berliner Tierarzt Thomas Göbel, der sich auf Kleintiere spezialisiert hat. Wenn die kleinen Nager zum Tierarzt gebracht werden, dann häufig wegen Problemen mit den Zähnen oder der Verdauung. Die Zähne von Chinchillas haben keine richtigen Wurzeln, wachsen ein Leben lang und müssen sich abreiben. "Deshalb brauchen sie Futter, auf dem sie lange kauen müssen", sagt Iris Maibaum von der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) in Hannover. Dieses Futter sollte vor allem gutes Heu sein, außerdem brauchen Chinchillas zum Knabbern kräftige Äste.

Eine falsche Fütterung ist häufig auch die Ursache für Darmprobleme. "Chinchillas haben einen bis zu drei Meter langen Darm", erklärt Klaus Kutschmann, Fachtierarzt für Kleintiere von der Tierklinik Magdeburg. Dieser für ein so kleines Tier ungewöhnlich lange Darm macht schnell Probleme, wenn er falsches Futter bekommt.

Der mit Spänen ausgelegte Käfig für ein Tier sollte laut Kutschmann mindestens 70 Zentimeter lang und 50 Zentimeter breit sein. Für jedes weitere Tier wird etwa die Hälfte der Fläche dazugerechnet. Je größer der Käfig ist, desto besser. Die Tiere brauchen auf jeden Fall ein Sandbad, Klettermöglichkeiten und einen Unterschlupf, in den sie sich verkriechen können. Dies kann ein Häuschen oder eine Röhre sein.


dpa-Magazin / mag
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