Die Vorteile von Prepaid-Kreditkarten

Bei einer Predpaid-Kreditkarte kann nur so viel Geld ausgegeben werden, wie vorher eingezahlt wurde. (Foto: Andrea Warneck)

Ohne Kreditkarte geht oft nichts. Für Jugendliche kann das ein Problem sein, zum Beispiel während des Austauschjahres in Übersee. Doch es gibt eine Lösung: Prepaid-Kreditkarten.

Eine solche Karte ist mit einem Prepaid-Handy vergleichbar. Man kann sie nur einsetzen, wenn man zuvor Geld auf die Karte geladen hat. Der Vorteil: "Man kann nicht mehr Geld ausgeben, als man hat", sagt Andreas Gernt von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

"Für Kinder und Jugendliche auf Reisen ist sie eine überlegenswerte Option", sagt Gernt. Die Eltern können ihrem Kind von zu Hause aus Geld auf die Karte laden, wenn das Guthaben verbraucht ist, und müssen sich um die finanzielle Ausstattung nicht sorgen. Zugleich können sie die Kosten kontrollieren. "Die Prepaid-Kreditkarte ist eine Ausgabenschranke für den Verbraucher", fasst Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin zusammen. So können Jugendliche den Umgang mit bargeldlosem Zahlungsverkehr lernen.

Zugleich eignen sich die Karten aber auch für erwachsene Reisende mit einem größeren Sicherheitsbedürfnis. "Man ist mit einer Kreditkarte auf Reisen unabhängiger von Bargeld", erklärt Gernt. Dabei bietet die Prepaid-Karte zwei Vorteile: Zum einen ist mit ihr das Reisebudget von Anfang an limitiert. Es kann nur das für Souvenirs ausgegeben werden, was vorher geladen wurde. Zum anderen sind damit auch die Verluste überschaubar, wenn die Karte gestohlen wird. Denn auch ein Dieb kann nur das Geld nutzen, was als Guthaben auf der Karte ist. Außerdem sollten Kunden sie in so einem Fall schnell sperren lassen.

Bevor man sich aber für eine Prepaid-Kreditkarte entscheidet, sollte man ihre Akzeptanz überprüfen, rät Beller. Denn nicht jede Kreditkarte ist in jedem Land als Zahlungsmittel gern gesehen. Grundsätzlich sollte man bei Lock-Angeboten skeptisch sein, die als Werbung in den Briefkasten flattern. "Vielleicht verbirgt sich da etwas im Kleingedruckten", warnt Gernt. Außerdem sollte man die Kosten genau vergleichen und auf versteckte Kosten achten. Denn neben der Jahresgebühr kostet oft auch das Abheben am Automaten.

Unterm Strich kann die Prepaid-Karte mit der klassischen Kreditkarte durchaus mithalten. Auch mit der Guthabenkarte kann man im Restaurant bezahlen, am Automaten Geld abheben oder im Internet shoppen. Einziger Unterschied und damit zugleich Vorteil für Jugendliche: Eine Prepaid-Karte bietet keine Kreditfunktion. "Im eigentlichen Sinne ist es keine Kreditkarte", sagt Gernt.


dpa-Magazin / mag
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