Eierstich und Arme Ritter: Reste vom Osterfest verwenden

Eierstich muss nicht immer gewürfelt werden – er lässt sich auch in kleinen Tassen zubereiten und dann im Ganzen in den Suppenteller stürzen. (Foto: Andrea Warnecke)

Zu Ostern ist es vielerorts Tradition, Eier auszublasen und die leeren Schalen als Dekoration zu verwenden. Dabei landen zwangsläufig immer Eigelb und Eiweiß zusammen in der Schüssel. Diese lassen sich für viele leckere Gerichte gemeinsam verarbeiten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin rät, rohe Eier möglichst schnell zu verwenden und bis dahin bei höchstens sieben Grad in geschlossenen Behältern zu kühlen.

 • Eierstich: Dafür sollte man ein Ei in ein Schüsselchen auspusten. Holger Zurbrüggen, Küchenchef und Inhaber eines Berliner Restaurants, gibt die gleiche Menge Milch hinzu, fügt ein wenig Muskat und Salz hinzu und verquirlt alles mit dem Schneebesen. Den Mix füllt er in ein vorher gut gebuttertes Souffléförmchen und zieht Klarsichtfolie darüber. In einem Topf erwärmt er dann Wasser und setzt das Förmchen hinein. "Das Wasser darf nicht kochen, sondern muss kurz unter dem Siedepunkt gehalten werden", betont der Spitzenkoch. Nach etwa 20 Minuten ist die Masse gestockt. "Wenn die Oberfläche in der Mitte nicht mehr wackelt, ist der Eierstich fest." Das Förmchen sollte nun in kaltem Wasser abgeschreckt werden, dann fährt man mit einem Messer am Rand entlang, hebt den Eierstich heraus und schneidet ihn klein.

 • Piccata Milanese: Zurbrüggen verquirlt dafür Ei und Parmesan im Verhältnis zwei zu eins und wendet darin ein dünnes Kalbschnitzel, ein Putenschnitzel oder ein Fischfilet. Dieses wird schließlich in einer tiefen Pfanne in heißem Öl gebraten und hinterher auf Küchenpapier gelegt, damit das Fett etwas abtropft. "Dazu serviere ich Tomatensoße und Spaghetti", sagt der Koch.

 • Spinat-Tarte: Parmesan ist auch im Spiel bei einer herzhaften Spinat-Tarte ohne Teigboden. Sechs Eier sollten dafür ausgepustet und anschließend mit Crème fraîche und Frischkäse verrührt werden. Unter die Masse kommt Parmesan, gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Chiliflakes. Vermischt wird sie nun mit Tiefkühl-Spinat, der zuvor mit Knoblauch und Zwiebeln gegart wurde. Alles landet in einer mit Butter ausgeriebenen und mit Semmelbröseln ausgestreuten Tarteform – dann geht es ab in den Ofen. "Die Tarte ist in einer guten halben Stunde gemacht und wird ideal ergänzt mit einem Tomatensalat, den man während der Backzeit zubereitet", rät die Kochbuchautorin Bettina Matthaei aus Hamburg.

 • Für den süßen Zahn: Für French Toasts, auch bekannt als Arme Ritter, werden zwei Eier mit Milch verrührt. Dann wird eine Toastscheibe nach der anderen hineingelegt, bis sie sich vollgesogen hat. In der Pfanne kurz braten – fertig ist ein gehaltvoller, aber köstlicher Snack. mag
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