Gepäck für lange Fahrradtouren

Weniger ist mehr: Wer so sparsam wie möglich packt, kommt auf der Radtour besser voran. (Foto: ADFC/Marcus Gloger)

Für lange Touren sollten Fahrradfahrer ihr Gepäck auf das nötigste beschränken. Gerade Einsteiger nähmen oft zu viel mit, sagt Wolfgang Richter, Tourismusreferent beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Wie viel Equipment nötig ist, hängt davon ab, durch welche Region eine Tour geplant ist. "Am Donauradweg zum Beispiel hat fast jede Kneipe eine Luftpumpe und Flickzeug", sagt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad (pd-f). Wer dagegen über die Alpen fahre, müsse sich selbst gut wappnen.Zur Grundausstattung gehört in jedem Fall aber ein Pannenset: Das enthält einen Multifunktionsschlüssel zum Schrauben, ein Kettenschloss für den Fall eines Kettenrisses, einen Reifenheber, Dichtmilch oder Pannenspray. Hinzu kommen ein Ventiladapter, Kettenöl oder ein Multipflegemittel, eine Minipumpe sowie Flickzeug und ein passender Ersatzschlauch. Vor der großen Tour empfehle sich grundsätzlich, das Fahrrad im Fachhandel checken zu lassen, so Fehlau.

Die Kleidung besteht am besten aus mehreren Lagen, die je nach Wetterlage an- oder abgelegt werden können. Funktionskleidung sei vorteilhaft, sagt ADFC-Referent Richter. Sie transportiere Schweiß nach außen. Ansonsten reichten zwei, drei T-Shirts, die man unterwegs auch mal durchwaschen könne. Vor allem Einsteigern ohne Tourenerfahrung empfiehlt der Radreise-Experte wegen der Druckbelastung eine Hose mit Polstereinsatz.

Unterwegs orientieren sich viele Radfahrer inzwischen mit GPS-Navigationsgeräten. Gunnar Fehlau rät aber zusätzlich auch zu einer Radkarte zum Falten im Maßstab 1:50 000 oder 1:100 000. Bedienung und Genauigkeit von Routing-Geräten seien nicht so gut, wie man das vom Autonavi her kenne.

Schwerer als Navi und Kartenmaterial wiegt der Proviant - doch der ist unentbehrlich: "Natürlich müssen Radfahrer unterwegs ausreichend trinken", sagt Wolfgang Richter. "Ein Liter ist da eher das Minimum." Aber auch hier kann gewichtsbewusst gepackt werden. Plastik- oder Aluflaschen haben ein geringeres Eigengewicht. Und für den Fall, dass die Kräfte aufgrund fehlender Festnahrung schwinden, rät Fehlau, eine Notration Schokoriegel mitzunehmen.

Liegt die Ausrüstung zusammen, muss sie noch gut verstaut werden. Verbandssprecher Schreyer rät, das Gepäck gleichmäßig auf Gepäckträger-, Sattel- und Lenkertasche zu verteilen. "Oft laden die Leute 30 Kilo hinten drauf, obwohl der Gepäckträger nur 20 Kilo aushält." Die Nutzlast stehe in der Bedienungsanleitung des Fahrrads und oft auch am Gepäckträger.


dpa-Magazin / mag
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