Gute Vorratshaltung erleichtert das Leben

Die ältesten Lebensmittel werden am besten nach vorne gerückt, so dass sie als nächstes verbraucht werden. (Foto: Christian Röwekamp)

Wer seinen Vorratsschrank oder Keller systematisch mit haltbaren Lebensmitteln bestückt, ist gut gerüstet für alle Fälle - etwa, wenn überraschend Gäste zum Essen kommen oder man wegen Krankheit das Haus nicht verlassen kann. Im Idealfall werden die Lebensmittelvorräte so angelegt, dass sich daraus Mahlzeiten für mehrere Tage bestreiten lassen.

Für die meisten lagerfähigen Lebensmittel ist ein Keller der perfekte Aufbewahrungsort. Wer keinen geeigneten hat, muss auf die Wohnung ausweichen. "Der ideale Platz zur Lagerung von trockenen Vorräten wie Nudeln, Mehl und Salz ist ein kühler, trockener, nach Norden ausgerichteter, nicht zu heller Raum - so wie früher Omas Schlafzimmer", erklärt Ina Bockholt von der Stiftung Warentest in Berlin.

Bei der Zusammenstellung des Sortiments ist Vielfalt Trumpf. "Eine gute Basis sind Trockenlebensmittel wie Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Mehl, Zucker, Salz und eventuell Haferflocken", sagt Hildegard Schuster vom Fortbildungswerk des Landfrauenverbandes Hessen in Friedrichsdorf. Auch abgepacktes Vollkornbrot und Zwieback seien sinnvoll. Kaffee und Tee, H-Milch und H-Sahne, Marmelade und Honig, Brühe für eine Suppe, Öl und Essig gehören ebenfalls zur Grundausstattung. "Wenn man außerdem auch ein paar Delikatessen wie getrocknete Tomaten, Oliven, Sardellen, Artischocken oder Kapern lagert, ist man für überraschende Gäste gewappnet", ergänzt Bockholt.

Mit Einkaufen und Einlagern ist es jedoch nicht getan. Lebensmittelvorräte müssen regelmäßig kontrolliert werden - auf möglichen Schädlingsbefall, Haltbarkeit und Lücken im Bestand. Die Haltbarkeit ist bei den einzelnen Produkten sehr unterschiedlich.

Den besten Überblick über die Bestände und ihre Haltbarkeit haben Verbraucher mit einer ständig aktualisierten Vorratsliste. Aber auch mit einem einmal etablierten, ausgeklügelten Ordnungssystem lassen sich die Vorräte beherrschen. "Wenn man die Lebensmittel nicht in einem engen Regal stapelt, sondern mit ausreichend Platz nach ihrem Verwendungszweck geordnet in einen Schrank oder ein Regal räumt, erleichtert das die Übersicht", empfiehlt Paula Weinberger-Miller von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.

Vorteilhaft sind ausziehbare Schrankschübe. Im Regal lässt sich die Höhe der Zwischenböden so anpassen, dass eine Draufsicht auf die hinteren Produkte möglich ist. Großzügige Platzeinteilung sichert nebenbei auch die Belüftung und beugt damit Schädlingsbefall vor. In einem gut sortierten Lager sind Lücken außerdem sofort erkennbar.


dpa-Magazin / mag
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