Hochzeit in Weiß nach wie vor im Trend

Nach wie vor im Trend: Die Braut im weißen Kleid, der Bräutigam im schwarzen Anzug. (Foto: ccvision)

Happy End nennt man es, wenn zwei den Bund fürs Leben schließen - im Grunde genommen ist es ein Anfang! Also ein "Happy-Begin".

Wer heute heiratet, heiratet aus Liebe. Die Zeiten in denen Mitgift, das Zinsgeschäft für den Mann ein Thema waren, sind längst Vergangenheit. Kein Wunder also, wenn man Romeo und Julia heute auf der Straße begegnet und sie sich auf ganz unterschiedliche Weise das Ja-Wort geben.Die Hochzeit in Weiß liegt nach wie vor im Trend. Schließlich bildet die Frau - ohne den Männern zu nahe treten zu wollen - mit einem Schmuckstück aus Seide, Spitze, Tüll und Chiffon den Glanzpunkt einer Trauung.

Die Braut in Weiß, dieses Bild ist uns vertraut. Dabei gehört das weiße Brautkleid erst in die heutige Zeit. Selbst Römerinnen, stets weiß gekleidet, trugen zur Hochzeit ein Kleid in Gelb oder Orange. Im Mittelalter entschieden sich adlige Damen für besonders farbenfrohe Gewänder, oft mit Edelsteinen Gold- und Silberstickereinen verziert. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam unter dem spanischen Einfluss das schwarze Hochzeitskleid in Mode. Lange blieb in Mitteleuropa ein dunkles Festkleid üblich. Erst Ende des 18. Jahrhunderts trugen die Damen vereinzelt Brautkleider aus weißem Musselin. Obwohl damalige konservative Kreise die weißgekleidete Braut als ungehörig empfanden, entstand daraus ein Trend, der bis heute bestimmend ist. Blütenspitzen, Drapierungen und Perlen verzieren die romantischen Brautkleider nach wie vor. Ein breites Miederteil mit formenden Nähten akzentuiert die schlanke Taille. Blickfänge sind tiefdekolltierte Ausschnitte oder duftige Volants über Brust und Schultern. Herrlich weite, flatternde Mehrfach-Tüllröcke geben den Kleidern Extravaganz und Grazie.

Die modisch-sportliche Frau trägt an ihrem Hochzeitstag ein schlichtes elegantes Kostüm oder einen leicht taillierten Blazer zum weich fallenden Rock. Für ein pastellfarbenes Kleid zur Vermählung entschließt sich, wer den dezenten, damenhaften Stil bevorzugt. Genauso stilvoll werden passende Accessoires wie Schleier, Hut, Handschuh oder Schmuck ausgewählt.

Die Männer machen Mode auf lässige Art. Tradition und Moderne spielen eine große Rolle. Der Abendanzug zeigt Körpernähe durch eine schmalere Silhouette und weniger Schulterbetonung. Weiche, fließende Stoffe spielen eine große Rolle, Matt/Glanz-Kontraste unterstreichen die Eleganz. Sanfte Farben, ein wenig Seidenglanz kommen dem nostalgischen Modetrend entgegen.

Ob Anzug vom Herrenausstatter, angepasster Maßanzug oder eleganter Smoking: auch der Bräutigam hat beim Kauf des Hochzeitsanzuges die Qual der Wahl. Vergessen sollte er aber "sein" Schmuckstück nicht: seine Partnerin. Bei der Wahl des Hochzeitsanzuges sollte beachtet werden, für welche Garderobe sich die Braut entschieden hat, weil Anzug und Brautkleid aufeinander abgestimmt sein sollten.


Sabine Kalkus / sabka
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