Im Heimnetzwerk zählt die richtige Verbindung

Am elegantesten drahtlos: WLAN-Router verteilen die Daten ganz ohne Kabel. (Foto: Franziska Koark)

Zum praktischen und schnellen Transport von Daten zwischen mehreren Rechnern und Geräten empfiehlt sich ein Heimnetzwerk. Das lässt sich nicht nur klassisch per LAN-Kabel aufbauen. WLAN und Powerline sind ernsthafte Alternativen.

"Ein verkabeltes LAN ist nach wie vor die schnellste, zuverlässigste und günstigste Netzwerklösung", sagt Christoph Schmidt von der Zeitschrift "Chip". Vor allem der Transport großer Datenmengen funktioniert mit dem Kabel zuverlässig, zum Beispiel beim Streamen von Filmen in Full-HD-Auflösung. Onlinespieler schätzen die klassische Verkabelung wegen der geringen Zeitverzögerung bei der Übertragung. Das sogenannte Gigabit-LAN verspricht Übertragungsraten von einem Gigabit (1000 Megabit) pro Sekunde. "In der Praxis kommt man ohne weiteres auf mehr als 800 Megabit pro Sekunde", erklärt Schmidt. Der veraltete Standard Fast Ethernet (100 Megabit) schafft dagegen nur etwa ein Zehntel des Gigabit-Tempos.Wer den Aufwand der Verkabelung scheut, findet im Aufbau eines WLAN-Netzwerkes eine sinnvolle Alternative. Smartphones oder Tablets lassen sich oft nur auf diesem Weg ins Heimnetz einbinden. Die Daten werden allerdings langsamer als beim verkabelten Netzwerk transportiert, und oft schwankt die Übertragungsrate. "Mit zunehmender Entfernung zum Router nehmen sowohl das Tempo als auch die Zuverlässigkeit ab", warnt Christoph Schmidt.

Auch wenn Router mit dem aktuellen n-Standard mit einer theoretischen Geschwindigkeit von bis zu 450 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) locken, schaffen die Geräte nach Angaben des Experten selbst unter optimalen Bedingungen selten mehr als 200 Mbit/s. Der neue ac-Standard verspricht in naher Zukunft LAN-nahe Leistungen.

Es gibt aber auch Situationen, in denen weder WLAN noch LAN-Kabel die richtige Lösung sind - zum Beispiel, wenn das Modem im Hausflur steht und das Signal nicht in die oberen Stockwerke durchdringt. Für solche Fälle gibt es die Powerline-Technologie, die die Daten über das Stromnetz sendet. "Prinzipiell sind alle Stromleitungen zu einem Powerline-Netz kombinierbar, die hinter einem Verteiler geschaltet sind", erklärt Redakteur Schmidt.

Zum Aufbau eines Powerline-Netzwerks braucht es mindestens ein Zweier-Set von Adaptern für um die 80 Euro - eins kommt neben dem Router in die Wand, das andere am gewünschten Zielort. Moderne Geräte, die den Standard Homeplug AV2 unterstützen, schaffen theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s. Praktisch erreichbar sind nach Angaben der "c’t" aber eher Werte zwischen 50 und 90 MBit/s.

Sicherheitstipps zum privaten WLAN-Einsatz im Internet unter http://asurl.de/2lf.

dpa-Magazin / mag
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