Kerzen als Geleit zum Ruheplatz

Friedhöfe bieten Stille und Raum für das liebevolle Gedenken an die Verstorbenen. (Foto: interPress)

Friedhöfe sind seit jeher der Ort, an dem Trauer erlebt und verarbeitet werden kann. Die Trauerkultur selbst unterlag dabei zahlreichen Wandlungen.

Im antiken Rom befanden sich die Gräber an viel befahrenen Straßen und forderten mit ihren Inschriften die Reisenden auf, dem hier Bestatteten zu gedenken. Zwischen den Gräbern boten Händler ihre Waren an. Zum traditionellen Fest "Rosalia" wurden die Grabstätten zum Beispiel mit unzähligen Rosen geschmückt. Nach altem christlichen Volksbrauch stellte man in früheren Jahrhunderten an Allerseelen Speisen auf das Grab, da man die Toten anwesend glaubte. Ein Licht auf dem Grab sollte den Seelen den Weg zum Ruheplatz ihres Körpers leiten. Kerzen gehören bis heute traditionell zum Grabschmuck und sind zusammen mit einer herbstlichen Bepflanzung ein Zeichen für das liebevolle Gedenken an die Verstorbenen.


interPress / iPr
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