Kunden sollten wachsam sein

Waagen im Einzelhandel und auf Wochenmärkten sind in der Regel ebenso geeicht wie Zapfsäulen an Tankstellen. Das heißt: Die Richtigkeit der gemessenen Mengenangabe ist amtlich geprüft.

Dennoch komme es immer wieder vor, dass Kunden zu wenig für ihr Geld bekommen, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Problem: Sie müssten das auch beweisen können.Kunden sollten wachsam sein, rät Tryba. An Tankstellen etwa sei an den Zapfsäulen ein Siegel des Eichamtes angebracht. Anhand dieses Siegels können Autofahrer erkennen, ob eine Zapfsäule noch geeicht ist oder nicht. Wenn der Zeitraum abgelaufen ist, können sich Verbraucher an das zuständige Eichamt wenden. Im Verbrauchermarkt haben Kunden meist keine Möglichkeit, Eichsiegel direkt zu überprüfen: So könne die Waage hinter der Theke in der Regel nicht inspiziert werden. Dennoch können Kunden auch hier ungenaue Messergebnisse feststellen. In jedem Verbrauchermarkt gibt es Kontrollwaagen. Dort kann das Gewicht der abgewogenen Waren in Eigenregie überprüft werden.

Auch sollten Kunden darauf achten, dass Plastikgefäße für Salate oder Oliven nicht mitgewogen werden. Das könne unter Umständen teuer werden, sagte Tryba. Die Waage sollte also immer auf Null gestellt werden, nachdem das leere Gefäß daraufgestellt wurde. Bei besonders schweren Abweichungen hätten Kunden zudem immer die Möglichkeit, die Fälle zu melden - zunächst beim Marktleiter, eventuell auch beim zuständigen Eichamt.


dpa-Magazin / mag
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