Leguan im Kleinformat: Rotkehlanolis zu Hause halten

Der rote Kehllappen gibt den Reptilien ihren Namen. Rotkehlanolis blähen ihn auf, wenn sie um ein Weibchen balzen oder ihr Revier verteidigen. (Foto: Soeren Stache)

Wer sich nicht gleich einen großen Leguan ins Terrarium setzen möchte, ist mit der Minivariante gut bedient.

Der Rotkehlanolis wird in der männlichen Variante bis zu 20 Zentimeter lang, die Weibchen messen höchstens 18 Zentimeter – den über 10 Zentimeter langen Schwanz mitgerechnet. Als Einsteigertier für Anfänger würde Uwe Bartelt von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde den kleinen Kletterer dennoch nicht bezeichnen. "Jedes Tier hat seine ganz speziellen Bedürfnisse. Das gilt auch für den Rotkehlanolis."

Rotkehlanolis stellen besondere Ansprüche an die Umgebungstemperatur. Als wechselwarme Tiere brauchen sie innerhalb des Terrariums verschieden warme Zonen. Neben sogenannten Hot Spots, auf denen sie sich unter einem Strahler aufheizen können, sind auch schattige Bereiche wichtig. Während die Temperatur nachts auf 20 Grad sinken sollte, mögen Rotkehlanolis es tagsüber warm und hell. "Vor allem UVA und UVB-Licht-Zufuhr sind essenziell2, erklärt Henriette Mackensen, Fachreferentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund.

Wer Rotkehlanolis halten will, bekommt sie im Zoofachhandel, manchmal sogar in Baumärkten. Allerdings handelt es sich meistens um wild gefangene Tiere, obwohl sich Rotkehlanolis leicht nachzüchten lassen. "Das Problem ist, dass die Wildfänge im Handel um einiges günstiger sind als deutsche Nachzuchten", erklärt Mackensen. Für die Tiere sind Fang und Transport aber mit großem Stress verbunden.
dpa-Magazin / mag
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