Mehr Sichtbarkeit im Internet: Berlin-Domain punktet

(Foto: Flickr Website address / URL bar Descrier CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)
Die Top-Level-Domain .berlin ist eine große Chance für Unternehmen und Organisationen in Berlin. Mit ihr kann man in den Weiten des Internets seine regionale Verbundenheit ausdrücken. Das ist gut für das Marketing und hilft Suchenden, schneller ans Ziel zu kommen.
Berlin startete als weltweit erste Stadt mit der Vergabe einer eigenen Domain. Seit Februar 2014 kann man seine Webadresse mit der Top-Level-Domain .berlin ausstatten. Diese Domain ist sprechend und keine kryptische Abkürzung wie .org und .com. Somit weiß jeder Webseitenbesucher gleich, woran er ist.

Wie das aussehen kann macht die Ausstellung "West Berlin: Eine Insel auf der Suche nach Festland" vor. Die Adresse www.west.berlin läuft erfolgreich.

Vorteile der Berlin-Domain

Bei der Vergabe gilt: Wer zuerst kommt, bekommt die besten Adressen. 70 000 Domains wurden bereits registriert. Um eine Hauptstadt-Domain zu erhalten, muss man sich bei einem sogenannten Registraren wie 1&1 anmelden. Dort kann man auch gleich prüfen, ob die gewünschte Adresse noch frei ist. Die Adressen sind nicht nur Unternehmen vorbehalten. Auch Privatpersonen können sich eine solche Domain zulegen und sich damit als Berlinliebhaber zu erkennen geben.

Für ortsansässige Unternehmen spricht einiges dafür, sich eine .berlin Adresse zuzulegen. Bei regionalen Suchanfragen landen die Webseiten mit Berlin-Domains bei Google vor den herkömmlichen Adressen auf .de oder .com. Eine Studie der Analyse-Plattform Searchmetrics hat ermittelt, dass sich das Google-Ranking mit Berlin-Domain um den Faktor 1,18 verbessert.

So wird ortsansässigen Unternehmen zu mehr Sichtbarkeit verholfen. Besonders für die Anbieter von originalen oder typischen Berliner Produkten ergeben sich mit der lokalen Domain gute Marketingchancen. Dienstleister profitieren sogar noch stärker von der Berlin-Endung. So können beispielsweise Angebote auf dem Berliner Immobilienmarkt schneller gefunden werden. Auch für die Stadt Berlin ergeben sich durch die Freigabe der Berlin-Endung neue Möglichkeiten für das Stadtmarketing. Der Berliner Senat hat immerhin alle für ihn relevanten Adressen gesichert. Benutzen wird er diese vorerst jedoch nicht.

Einschränkungen bei der Vergabe

Die begehrte Adresse "www.be.berlin.de" für die Hauptstadt-Kampagne konnte sich der Senat indes nicht registrieren. Zwei-Zeichen-Kombinationen, die als offizielle Abkürzung von Ländern dienen, werden nicht vergeben. Hier müsste zuerst mit dem jeweiligen Land über die Nutzungsrechte verhandelt werden. Im Falle von be. wäre das Belgien.

Probleme gibt es auch mit den Kombinationen .air.berlin, polizei.berlin und info.berlin. Die Verwendung dieser Kombinationen würde zu Kollisionsproblemen mit gleichlautenden internen Netzwerkadressen führen. Nutzeranfragen könnten dann nicht mehr verarbeitet werden.

Besonders schöne und eingängige Adressen kommen übrigens erst später als sogenannte „Premium-Domains" auf den Markt. So erhalten auch diejenigen eine Chance, die erst später von der Freigabe der Berlin-Endung erfahren haben.
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