Nicht alle weisen Zusatzgebühren aus

Viele Flugportale tricksen weiter mit den Gebühren. Oftmals verteuert sich dadurch der Ticketpreis im Laufe des Bezahlvorgangs.

Kunden müssen damit rechnen, dass der Endpreis um bis zu 30 Prozent auf Kurzstrecken und um bis zu 10 Prozent auf Langstrecken höher ausfällt als der zunächst genannte Preis. Das ist das Ergebnis eines Tests der Zeitschrift "Reise und Preise". Somit setzten nur wenige Anbieter die neue EU-Richtlinie um, derzufolge sich die beworbenen Preise nicht nachträglich durch willkürlich festgesetzte Service- oder Kreditkartengebühren erhöhen dürfen - die Anbieter dürfen Kunden lediglich tatsächlich anfallende Kosten in Rechnung stellen.

Im Test stellten die Anbieter Opodo und Travelgenius neben Kreditkartengebühren auch Servicegebühren in Rechnung. Fluege.de sowie weitere Portale des Unternehmens Unister verzichten zwar auf eine Kreditkartengebühr, verlangen dafür jedoch eine umso höhere Servicegebühr, so die Tester. Es sei denn, die Kunden nutzen für die Bezahlung die hauseigene Kreditkarte des Unternehmens oder eine Electron Visa Prepaid-Karte. Beide sind wenig verbreitet. Die Tester werteten das als den Versuch, die EU-Verpflichtung auszuhebeln, mindestens eine gebührenfreie Bezahlvariante anzubieten.

Insgesamt erhielten sechs Portale die Note "mangelhaft", zwei die Note "ausreichend" und eins die Note "befriedigend". Vier Portale schnitten "gut" ab, nur eins "sehr gut".


dpa-Magazin / mag
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