So bleiben kalte Lebensmittel frisch

Bei längeren Einkäufen oder auf dem Weg nach Hause kann es für einige Lebensmitteln zu warm werden. Wird bei gekühlten oder tiefgefrorenen Produkten die Kühlkette unterbrochen, können sie verderben. Um das zu verhindern, sollten Verbraucher einiges beachten.

Besonders sensibel seien eiweißreiche Produkte, sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Für Verbraucher bedeutet das: Bei Fisch und Fleisch müssen sie besonders vorsichtig sein, dass diese Lebensmittel nicht zu warm werden - denn dann können sie bereits beginnen zu verderben. Bei anderen Produkten wie Käse oder Joghurt ist es nicht ganz so schlimm, wenn sie kurze Zeit nicht gekühlt werden.

Für den Transport kommen die sensiblen Produkte wie Fisch und Fleisch am besten direkt von der Theke in eine Kühltasche - und dann zu Hause schnell in den Kühlschrank. Zudem empfiehlt Krehl, Gekühltes und Tiefgefrorenes wenn möglich ganz am Ende des Einkaufs in den Korb zu legen - auch wenn der Aufbau vieler Supermärkte das schwierig mache. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Produkten gilt übrigens nur dann, wenn sie entsprechend kühl gelagert wurden, betont Krehl.

Ob die Kühlkette unterbrochen wurde, lasse sich leider nicht erkennen, sagt Krehl. Nur, wenn bereits Verderbnis eingesetzt habe - und sich zum Beispiel der Joghurtdeckel wölbt - sei das erkennbar. Allerdings arbeite die deutsche Verpackungsindustrie schon an intelligenten Designs: Künftig könnte sich zum Beispiel ein Punkt auf der Packung verfärben, wenn das Produkt zu warm geworden ist.

Auch das erneute Einfrieren angetauter Tiefkühlprodukte sei nicht so einfach, sagt die Expertin. "Tiefkühlen ist eine Konservierungsart." Die Fäulnisbakterien in dem Produkt sind dadurch nicht abgetötet, sondern nur in einer Art Tiefschlaf versetzt worden, wie die Ernährungsexpertin erklärt. Beim Auftauen leben diese Bakterien auf: So entstehen gesundheitsgefährdende Stoffe im Produkt. Krehl rät, in dieser Hinsicht empfindliche Lebensmittel wie Fisch umgehend zuzubereiten, wenn sie aufgetaut sind.

Selbst wenn die Kühlkette eingehalten wurde, könne das Essen im Eisfach schlecht werden. Verbraucher achten deshalb am besten auf die Verzehrempfehlungen für die verschiedenen Produkte - und darauf, dass es im Gefrierschrank tatsächlich die empfohlenen minus 18 Grad Celsius kalt ist.


dpa-Magazin / mag
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