Tipps zum Kamerakauf

Verkaufsschlager: Systemkameras bieten gute Bilder für verhältnismäßig wenig Geld. (Foto: Franziska Koark/dpa/mag)

Längst machen nicht mehr nur Spiegelreflexkameras (SLR) Bilder, die auch anspruchsvollen Hobbyfotografen genügen. Grund dafür ist der Siegeszug der Systemkameras - kleine Apparate ohne Spiegel, die trotzdem eine Wechseloptik haben.

Qualitätsunterschiede zwischen den beiden Gattungen gibt es bei vergleichbarer Ausstattung kaum noch. SLRs verfügen allerdings über einen optischen Sucher. Systemkameras verzichten zugunsten des kompakteren Gehäuses häufig darauf, und bieten, wenn überhaupt, dann einen elektronischen Sucher. Das Display als Motivsucher stößt bei hellem Sonnenschein an seine Grenzen, warnt die Stiftung Warentest.Bei Spiegelreflexkameras sorgen sogenannte Vollformat-Sensoren, die die Größe eines normalen Kleinbildnegativs haben, mit für die besten Bilder. Theoretisch sind damit Auflösungen von über 30 Millionen Pixel (Megapixel) möglich, sagt Michael Schidlack vom IT-Verband Bitkom. "Das ist die beste und die teuerste Wahl." Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben will, findet auch sehr gute SLR- oder Systemkameras mit etwas kleineren Sensorformaten wie APS-C oder Four-Thirds.

Grundsätzlich gilt: Eine hohe Pixelzahl führt nicht automatisch zu einem besseren oder schärferen Bild, vor allem bei kleinen Sensoren in Kompaktkameras. Denn bei schlechten Lichtverhältnissen neigen Sensoren mit extrem hoher Pixeldichte zum Bildrauschen. Welche Ausstattung man bei einer Kamera benötigt, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Für unerfahrene Fotografen ist eine automatische Motiverkennung sinnvoll, die komplizierte manuelle Einstellungen erspart. Solche Funktionen bieten häufig Kompaktkameras. In Sachen Ausstattung brauchen sich die handlichen Begleiter nicht zu verstecken. Selbst ein zehnfacher optischer Zoom in der zwei Zentimeter dünnen Hosentaschenkamera hat heute keinen Seltenheitswert mehr.


dpa-Magazin / mag
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