Trügerische Energielabel für Fernseher

Neue Fernseher müssen bereits seit Ende 2011 mit einem Energielabel ausgezeichnet werden. Es soll Käufer über den Stromverbrauch des Geräts informieren.

Verbraucher sollten dabei aber nicht nur nach der sogenannten Effizienzklasse gehen. "Die alleine sagt noch relativ wenig aus", sagt Irmela Benz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Wichtig ist vor allem der absolute Verbrauch des Geräts."Das Spektrum der Klassen reicht von "G" für Energieverschwender bis "A" für sparsame Exemplare, besonders effiziente Modelle können auch die Note "A+" tragen. Für unterschiedlich große Geräte gelten aber unterschiedliche Grenzwerte - ein kleiner Fernseher mit schlechter Effizienzklasse verbraucht unter Umständen also weniger Strom als ein gut bewerteter Riese. Nach Angaben des BUND gehört aktuell schon etwa jedes vierte Modell zur Klasse "A", in den unteren vier Kategorien finden sich dagegen nur wenige. Das mache die Noten weniger aussagekräftig, kritisieren die Umweltschützer.

Auf dem Label wird der Verbrauch aber auch in absoluten Zahlen angegeben. Eine Wattangabe zeigt zum Beispiel, wie viel Energie das Gerät im Betriebszustand braucht. Benz empfiehlt aber, besser die größer gedruckte Angabe in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/annum) zu beachten. "Das ist der Wert, der auch auf Ihrer Stromrechnung auftaucht. Damit lassen sich die Kosten schnell überschlagen." Außerdem berücksichtigt der kWh/annum-Wert auch den Stromverbrauch im Standby-Betrieb.

Weitere BUND-Informationen zum TV-Energielabel finden sich im Internet unter http://dpaq.de/Ng1Vt.

dpa-Magazin / mag
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