Umarmung hilft mehr als viele Worte

Kinder können mit ihren Ängsten oft nicht richtig umgehen. Dann hilft ihnen die körperliche Nähe ihrer Eltern. (Foto: Silvia Marks)

Leiden Kinder unter Ängsten, hilft ihnen meist körperliche Nähe mehr als gut gemeinte Worte.

"Ein schlichtes In-den-Arm-Nehmen oder die Hand des Kindes zu halten, kann oft hilfreicher sein als Worte", erklärt Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP).Vor allem kleinere Kinder könnten ihre Gefühle mit ihrem Verstand oft noch nicht erfassen. Auch wenn Eltern viele der manchmal fantasievollen Ängste als überzogen und unbegründet ansehen, sollten sie diese ernst nehmen. "Problematisch sind Aussagen wie ,Stell dich doch nicht so an‘." Das gebe dem Kind zu verstehen, dass seine Gefühle nicht angemessen seien und Angst am besten unterdrückt werde.

Stattdessen sei es wichtig, dem Kind mitzuteilen, dass es sich für die Ängste nicht zu schämen braucht. Auch die Erklärung, dass jeder Mensch sich vor etwas fürchtet und dass Angst in bestimmten Situationen sinnvoll ist, sei hilfreich.


dpa-Magazin / mag
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