Vögel langsam an die Hand gewöhnen

Bis Vögel handzahm sind, braucht es eine Weile. Halter sollten sich deshalb in Geduld üben und die Tiere nicht bedrängen. (Foto: Friso Gentsch/dpa/mag)

Der Vogel hüpft munter durch den Käfig und springt gleich unerschrocken auf die Hand, wenn man sie ihm hinhält.

So etwas wünschen sich wohl die meisten Vogelhalter. Allerdings ist es nicht immer so - manche Haustiere sind sehr scheu. "Vögel sind Fluchttiere", erklärt Sandra Giltner, Fachreferentin vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. "Sie versuchen zu fliehen, wenn sie Angst haben."Allerdings ist es auch von der Art der Tiere abhängig, ob sie eher auf Menschen zugehen oder nicht. "Vögel wie Sittiche oder Papageien brauchen Gesellschaft", sagt Dieter Wirges, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kanarien- und Vogelzüchter-Bundes. Es könne deswegen einfacher sein, sie an Menschen zu gewöhnen. "Man sollte sich vor dem Kauf gut informieren, wie der Charakter einzelner Arten ist."

Wer im Heim oder bei einem Züchter einen geeigneten Vogel gefunden hat, sollte zudem einige Dinge beachten, wenn er das Tier zu sich nach Hause holt. "Kommen sie in eine neue Umgebung, sind sie meist eingeschüchtert und zurückhaltend", sagt German Alonso, Tierpflegemeister vom Weltvogelpark Walsrode. Er rät deswegen, sich besonders in den ersten Tagen ruhig zu verhalten und nicht laut und hektisch zu sprechen. "Dann gewöhnt sich der Vogel schneller ein."


dpa-Magazin / mag
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