Worauf es bei Kompaktanlagen ankommt

Dockingstationen sind bei vielen Kompaktanlagen inzwischen Standard. (Foto: Philips)

Verstärker, Tuner, CD-Player hieß viele Jahre lang der Komponenten-Dreiklang für den Musikgenuss zu Hause. Doch inzwischen stehen beim Händler immer mehr Anlagen aus einem Guss. Besonders die kompakten Ausführungen sind praktisch, finden sie doch in fast jedem Raum Platz. Lästiges Kabelstecken entfällt weitgehend. Nur zwei Boxen müssen verbunden werden.

Die meisten Kompaktanlagen bieten Verstärker, Radio und CD-Player, immer öfter aber auch einen USB-Anschluss oder WLAN. Im höheren Preissegment gibt es zudem Unterstützung fürs Heimkino mit HDMI-Ports, DVD- oder Blu-ray-Playern.

Wegen der zunehmenden Konkurrenz von Dockingstationen haben auch Kompaktanlagen immer öfter die passenden Anschlüsse für Smartphones. Über einen USB-Stick lassen sich Speichersticks mit Musikdateien anschließen. Analoge Audioeingänge sind wichtig für Nutzer, die ältere Geräte wie einen Schallplattenspieler oder Kassettendecks mit ihrer Anlage koppeln wollen.

Wer einen DSL-Anschluss besitzt, kann Kompaktanlagen mit WLAN inzwischen auch oft zum Empfang von Internetradio einsetzen. Das Digitalradio DAB+ ergänzt bei einigen Geräten den klassischen UKW-Empfänger. Musik vom Rechner kommt am leichtesten auf WLAN- oder LAN-Anlagen, wenn diese den DLNA- oder Airplay-Standard unterstützen. Über Apps kann das Smartphone oft als Fernbedienung eingesetzt werden.

Wer sich vor dem Kauf nicht sicher ist, ob die mitgelieferten Boxen einen annehmbaren Klang haben, sollte einen Test vor Ort nicht scheuen: "Ein Probehören beim Händler sollte selbstverständlich sein", findet Roland Stehle von der gfu. Wenn die Boxen sowieso zur Anlage gehören, die ansonsten überzeugt, kann man das Paket unter Umständen trotzdem kaufen und später gute Lautsprecher nachrüsten.

Kompaktanlagen gibt es für jeden Geldbeutel: "Für Audioanlagen beginnen die Preise bereits unter 50 Euro", sagt gfu-Sprecher Stehle. Klangpuristen mit großer Brieftasche könnten aber auch bis zu 4500 Euro ausgeben. Realistischer sind Preise zwischen 350 und 400.

Wer auf seiner Kompaktanlage viel Musik aus dem Netz oder von USB-Medien abspielen will, muss auf die Formate achten. Unterstützt ein Gerät WAV, AIFF, FLAC, ALAC, AAC, WMA, MP3 und OGG-Vorbis, ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite. Kann eine Datei dennoch nicht abgespiel weden, kann sie am Computer in ein anderes Format konvertiert werden. Auf Windows-PCs geht das zum Beispiel mit dem Freeware-Programm Exact Audio Copy, Mac-Besitzer greifen zur ebenfalls kostenlosen Software X Lossless Decoder (XLD).


dpa-Magazin / mag
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