Bahn saniert bis Mai Nord-Süd-Tunnel und acht Bahnhöfe

Die Bahn saniert den sechs Kilometer lange Nord-Süd-Tunnel zwischen Gesundbrunnen und Anhalter Bahnhof sowie die acht Bahnhöfe wie den Nordbahnhof. (Foto: DJ)

Mitte. Ab 16. Januar lässt die Bahn den S-Bahn-Tunnel auf der Nord-Süd-Strecke im Zentrum für zwölf Millionen Euro komplett sanieren. Über drei Monate fahren keine Züge. Bis Mai müssen sich Fahrgäste auf geänderte Verbindungen ein

Es ist eines der größten Bauvorhaben der Bahn in 2015. Auf dem Streckenabschnitt Gesundbrunnen - Friedrichstraße - Potsdamer Platz - Yorckstraße werden umfangreiche Arbeiten durchgeführt. Zwischen Nordbahnhof und Gesundbrunnen werden vier Kilometer Gleise komplett erneuert. 19 neue Weichen in den Bahnhöfen Nordbahnhof und Potsdamer Platz, neue Stromschienen, neue Tunnelbeleuchtung oder 13 neue Schienenschmierapparate zur Lärmminderung - die Bautrupps müssen ganz schon ranklotzen, um wie geplant am 4. Mai fertig zu sein.

Neben den Arbeiten am Schienensystem werden auch die Bahnsteige saniert, Wandfliesen gereinigt oder ausgetauscht und Fluchttüren erneuert. Am Bahnhof Friedrichstraße kommt ein neuer Aufzug zum S-Bahnsteig rein und die Treppenstufen werden saniert. Neben Malerarbeiten werden auf den Bahnhöfen in dem gesperrten Abschnitt auch Tausende Lampen erneuert. Neue Namensschilder bekommen die Stationen Nordbahnhof und Brandenburger Tor. Sechs Stationen erhalten insgesamt 45 Projektionsflächen für Werbung. Die Strecke wird außerdem mit LTE-Technik ausgerüstet, damit die Fahrgäste im Tunnel Empfang auf ihren Smartphones haben. Die Kosten von rund zwölf Millionen Euro trägt der Bund.

Der rund 75 Jahre alte und sechs Kilometer lange Bahntunnel wurde 1991 erstmals seit 1945 umfassend instandgesetzt. Seit 2006 steuert ein elektronisches Stellwerk die Signale im Tunnel. In einer zweiwöchigen Sperrpause waren bereits im Herbst 2013 die Schienen zwischen Nordbahnhof und Anhalter Bahnhof getauscht worden. Diese Arbeiten waren notwendig, weil die Schienen stark abgenutzt waren. Auf der Strecke fahren rund 4800 Züge in der Woche.

Fahrgäste der Linien S 1, S 2 und S 25 müssen sich auf geänderte Verbindungen und Linienbezeichnungen einstellen. Die S-Bahn hat ein umfassendes Umleitungs- und Ersatzkonzept mit zahlreichen Umfahrungsmöglichkeiten entwickelt. Zentrales Element sind die Ringbahn und die weiteren innerhalb des Rings verkehrenden S- und U-Bahn-Linien, die Alternativen mit wenig Zeitverlust bieten. Neben der Stadtbahn empfiehlt die Bahn die Nutzung der U-Bahn-Linien U 6, U 8 und U 9. Es gibt auch Schienenersatzverkehr mit zwei Buslinien. In den Zügen der betreffenden Linien und in den S-Bahn-Kundenzentren wird ein Sonderfaltblatt verteilt.

Detaillierte Fahrplanauskünfte gibt es www.s-bahn-berlin.de, www.vbb.de und www.bahn.de.

Dirk Jericho / DJ
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